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Vom Leben, Kampf und Tod im Ghetto Warschau / Josef Wulf
Entstehung
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Verlauf der Groß-Aktion am 16. Mai 1943, Beginn 10.00 Uhr.

Es wurden 180 Juden, Banditen und Untermenschen vernichtet. Das ehemalige jüdische Wohnviertel Warschau besteht nicht mehr. Mit der Sprengung der Warschauer Synagoge wurde die Großaktion um 20.15 Uhr beendet 1%).

Die für die errichteten Sperrgebiete weiter zu treffenden Maßnahmen sind dem Kommandeur des Pol. Batl. II/23 nach eingehender Einweisung übertragen.

Gesamtzahl der erfaßten und nachweislich vernichteten Juden be- trägt 56 065.

Schlußbericht lege ich am 18. Mai 1943 bei der SS- und Polizeiführer- tagung vor. Der SS- und Polizeiführer im Distrikt Warschau

gez. StrooPp SS-Brigadeführer und Generalmajor der Polizei

Aus einem Bericht!%°)

... Die Ghetto-Aktion, die von der SS durchgeführt und streng geheim am Tage vorher vorbereitet war, ist verraten worden. SS bekam beim Einmarsch mit LKW ins Ghetto aus allen Ecken Feuer. Ausräumung des Ghettos, die dem Vernehmen nach 34 Tage angesetzt war, nahm zirka 5 Wochen in Anspruch. Unter den Häusern des Ghettos ein kaum zu durchdringendes Labyrinth von Haus zu Haus von unter- irdischen Gängen und außerordentlich gut getarnten Bunkern, u. a. Aus- gänge durch Kanalisation bis zur Weichsel und ins polnische Viertel. Zur Durchführung wurde schließlich Haus für Haus durch Brand-

198) Verschiedenen Aussagen ist zu entnehmen, daß auch noch nach dem 16. Mai 1943 an mehreren Stellen Kämpfe stattgefunden haben.

199) Aus einem Bericht, den Himmlers Kanzlei alsGeheime Reichssache an SS- Sturmbannführer Dr. Plötz(Reichssicherheitshauptamt) übersandte. An Himmlers Kanzlei wiederum gelangte dieser Bericht durch den Polizeipräsidenten von Potsdam, SS-Standartenführer von Korzowski, und der Titel lautete:Erfahrungen und Erkennt- nisse einer Reichsdeutschen in Warschau in ca. acht Monaten. Datiert war er vom 28. 7. 1943. Dieses Dokument befindet sich in derGlowna Komisja Badania Zbrodni Hitlerowskich w Polsce in Warschau.

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