Druckschrift 
Vom Leben, Kampf und Tod im Ghetto Warschau / Josef Wulf
Entstehung
Seite
85
Einzelbild herunterladen

c) Die Arbeiter der Fa. Hermann Brauer sammeln sich auf dem Fabrik- hof dieser Firma, Nalewki 38.

d) die Arbeiter der Firmen Heeresstandortverwaltung, E. Welk, G. Gerlach, Julian Kudasiewiez sammeln sich auf dem Hof S-to Jerska 32.

e) Die Arbeiter der Fa. W. v. Schöne sammeln sich auf dem Fabrikhof Hühnerstraße.

Ich mache ausdrücklich die Betriebsführung darauf aufmerksam, daß Arbeiter, die nach dem Abmarsch noch im Sperrbezirk angetroffen werden und nicht mit dem obenbezeichneten Sonderausweis ausgestattet sind, standrechtlich erschossen werden.

f) Ich fordere die Betriebsführung der einzelnen Betriebe hiermit end- gültig auf, sich für den reibungslosen Abtransport restlos einzusetzen unter gleichzeitiger Sicherung der vorhandenen Materialien und Aaschinen.

g) Obige Anordnung wird getroffen, weil die täglich größer werdenden Schwierigkeiten keine andere Lösung mehr ließen. Walter@& Eorb,bremisn)) Halt!!%1)

Halt Sperrgebiet Das Betreten des ehemaligen jüdischen Wohnbezirks ist strengstens verboten. Jeder, der ohne einen neuen gültigen Ausweis im ehemaligen jüdischen Wohnbezirk angetroffen wird, wird erschossen. Alle vor dem 23. April 1943 ausgestellten Ausweise zum Betreten des ehem. jüdischen Wohnbezirks haben ihre Gültigkeit verloren. Warschau, 23. April 1943

Der SS- und Polizeiführer im Distrikt Warschau

Bez StLojcHp

SS-Brigadeführer und Generalmajor der Polizei

190) Siehe Fußnote 134.

191) Dieses Plakat wurde in deutsch und polnisch auf allen Ghettomauern in War- schau angeklebt. Eine Fotokopie siehe Neustadt, Seite 68.

85