Solidarität im Kampf!°°)
Unsere Partei, der„Bund“'%%), war Mitglied der bewaffneten jüdischen Widerstandsbewegung. Wir arbeiteten mit allen zionistischen Unter- grundbewegungen Hand in Hand und lebten mit ihnen wie in der gleichen Familie. Das gleiche Ziel einte uns alle. Es gab niemals Streit oder Meinungsverschiedenheiten in diesem halben Jahr, wie es sonst bei Anhängern entgegengesetzter Ideologien an der Tagesordnung zu sein pflegt. Alle übertrafen sich selbst im gemeinsamen Widerstand und in der Wahrung der Würde. Jeder focht für jeden in diesem historischen Kampf auf Leben und Tod. Unterschiede zwischen den Mitgliedern der verschiedenen Parteien gab es nicht, wenn es darum ging, als Soldat seine Pflicht zu erfüllen. So blieb es bis zum bitteren Ende...
Treue Waffenbrüderschaft!°7)
... Je länger der Widerstand andauerte, desto härter wurden die Männer der Waffen-SS, der Polizei und der Wehrmacht, die auch hier in treuer Waffenbrüderschaft unermüdlich an die Erfüllung ihrer Auf- gaben herangingen und stets beispielhaft und vorbildlich ihren Mann standen. Der Einsatz ging oft vom frühen Morgen bis in die späten Nachtstunden. Nächtliche Spähtrupps, mit Lappen um die Füße gewickelt, blieben den Juden auf den Fersen und hielten sie ohne Unterbrechung unter Druck. Nicht selten wurden Juden, welche die Nacht benutzten, um aus verlassenen Bunkern ihre Lebensmittelvorräte zu ergänzen oder mit Nachbargruppen Verbindung aufzunehmen bzw. Nachrichten auszu- tauschen, gestellt und erledigt...
... Es ist festzustellen, daß auch die Pioniere der Wehrmacht die von ihnen vorgenommenen Sprengungen von Bunkern, Kanälen und Beton- häusern in unermüdlicher einsatzfreudiger Arbeit vollbrachten. Offiziere und Männer der Polizei, die zu einem großen Teil bereits Front- erfahrung hatten, bewährten sich erneut durch beispielhaftes Drauf- gängertum...
185) Geheimbericht der jüd. sozialdemokratischen Partei„Bund“(Archiv des„Bund“, New York).
186) Anti-zionistische jüdische Sozialdemokratie. 187) Stroop-Bericht, Seite 10.
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