IV. Die Jüdische Kampforganisation(). K.©.)
Die ersten Schritte 1°)
Im März 1942 berief nach entsprechenden Vorbereitungen der „Hechaluz“ 3°) eine Vorkonferenz der politischen Parteien ein, an der teilnahmen: Leiser Levin und Schalom Grajek(Poale Zion)"%), Melech Feinkind und Hersz Berlinski(Linke Poale Zion), M. Orzech und Abrasza Blum(„Bund“)!) und Icchak Cukierman"**)(„Hechaluz“).
Der„Hechaluz“-Abgeordnete erstattete Bericht über die neuesten Nach- richten, die aus den Ost- und Westgebieten eingetroffen waren. Seine Beurteilung der Lage war die, daß er annahm, es handele sich um den Beginn einer Aktion, die eine völlige Ausrottung des polnischen
Judentums zum Ziele habe. Dann unterbreitete er folgende Vorschläge: a) Die Schaffung einer allgemeinen jüdischen Kampforganisation;
b) Einheitliche gemeinsame Führung sämtlicher jüdischen Parteien und Jugendorganisationen, welche das Judentum in der polnischen Unter- grundbewegung repräsentiert, soweit es den zivilen Sektor betrifft, und Entsendung von Vertretern der jüdischen Kampforganisation zur mili- tärischen polnischen Untergrundbewegung;
c) Aufbau eines Organisations-Apparates auf der„arischen“ Seite mit dem Ziel, Waffen zu beschaffen; Einrichtung von Munitionswerkstätten im Ghetto.
138) Neustadt, Seiten 131—132. Aus dem Bericht, der im März 1944 von der jüdi- schen Untergrundbewegung in Warschau verfaßt und am 24. Mai 1944 heimlich nach London geschickt wurde.
139) Dachorganisation der zionistischen Jugendgruppen, die sich zum Ziel setzten, ihr Leben in landwirtschaftlichen Genossenschaften(Kibutz) in Palästina aufzubauen. 140) Zionistische Sozialisten.
141) Antizionistische Sozialdemokratie.
142) Wurde später Stellvertreter des Kommandanten des Aufstandes im Warschauer Ghetto— Mordechaj Anielewicz. Heute lebt Cukierman in Israel.
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