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Mein Kampf : eine Bilddokumentation / Erwin Leiser
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des Kampfes und des Elends geben eine Vorstellung von einer Epoche, die erst dann bewältigt ist, wenn dafür gesorgt wird, dass sie sich nicht wiederholt. Deshalb wendet sichMein Kampf vor allem an die Jugend. Ein Film über die Vergangenheit ist ein Film für die Zukunft. Ich wollte Bilder und Doku- mente direkt zu einer Generation sprechen lassen, für die jene blutige Zeit schon Teil einer Schulauf- gabe ist. Einer Jugend, die die Wirklichkeit hinter den Antworten auf ihre Fragen nur selten entdek- ken kann, wollte ich zeigen, dass jeder Mensch das Recht hat, als Mensch zu leben. Und dass die Ent- würdigung des Menschen, sei es als Opfer des Ter- rors oder als Teil einer willenlosen Masse, das gröss- te Verbrechen ist.

Es ist kein Zufall, dass dieser Film in Schweden entstand. In einem europäischen Land, das vom Krieg verschont blieb, ist eine Distanz möglich.

Ich hatte den schwedischen Text zu dem französi- schen FilmNacht und Nebel von Alain Resnais geschrieben. Der Erfolg dieses Films in Schweden ermutigte den Verleiher, T.©. Sjöberg, es mit der Produktion eines dokumentarischen Langfilms über das Dritte Reich zu versuchen. Ich schrieb eine Sy- nopsis, die die entscheidenden Stationen auf dem Wege des Nazisystems aufzeigte. Nach diesem Plan wurden französische und sowjetische, amerikanische und englische, polnische und österreichische Bild- streifen ausgewählt. Das wichtigste Material aber war das deutsche, aus den Sammlungen des alten Pro- pagandaministeriums in Babelsberg bei Berlin. Sie unterstehen heute dem Staatlichen Filmarchiv in Ostberlin. Dort stellte man mir u. a. noch unveröffent- lichte Filmrollen aus dem Warschauer Ghetto zur Ver- fügung, die im Auftrage der Nazipropaganda auf- genommen worden waren. Goebbels und Himmier