f
‚ '
l
DIE ENDLOSUNG VORBEREITUNG UND BEGINN DER ENDLOSUNG
legen. Bestimmtes kann darüber kaum gesagt werden, da es selten möglich ist, einander widersprechende Aktionen verschie- dener Minister verläßlich mit einer Sinnesänderung Hitlers zu er- klären. Diese Verordnung des Innenministeriums war im Interesse einer„geordneten“ Auswanderungspolitik erlassen worden. Sie verwirklichte die Wünsche der Wirtschaftsressorts, so viel wie möglich aus den jüdischen Vermögenswerten zugunsten des Re- gimes nutzbar zu machen, wobei gleichzeitig eine Erleichterung in der Devisensituation erzielt und die Flucht des jüdischen geisti- gen Kapitals, für das sie immer noch einige Verwendung hatten, eingedämmt werden sollte. Die Verordnung stand in scharfem Gegensatz zum Standpunkt der Gestapo und ihres Chefs Rein- hard Heydrich. Die Ironie der Geschichte wollte es, daß gerade jene, die die Aufsätze im„Schwarzen Korps” inspiriert hatten, nämlich die künftigen Ausrotter, es waren, die durch die Erzwin- gung einer vollständigen Auswanderung ungewollt Tausende jüdische Leben retteten, während die Gemäßigten, wie Hjalmar Schacht, durch ihre langfristigen Projekte und durch ihre Ver- schleppungstaktik dazu beitrugen, daß den Gaskammern genug Opfer zugeführt wurden.
Die in München bewiesene Unfähigkeit der Westmächte, eine kleine Nation zu unterstützen, brachte Heydrich und die Anwälte einer vollkommenen jüdischen Auswanderung auf die Idee, das Wohngebiet kleiner Nationen als Zwangsablagerungsstätte für in Deutschland lebende Juden zu benützen. Die polnische Regie- rung hatte bereits vor München erkannt, daß man ihr möglicher- weise die 60000 Juden polnischer Staatsbürgerschaft aufzwingen werde, die in Deutschland ansässig waren. Sie erließ daher am 6. Oktober eine Verordnung, die die Pässe jener Staatsbürger, die außerhalb Polens lebten, für ungültig erklärte, es sei denn, daß diese Pässe mit einem nur in Polen nach Vorlage entsprechender Dokumente erhältlichen Sonderstempel versehen wurden. Wer diese Bedingung bis zum 29. Oktober nicht erfüllte, wurde staatenlos.
Moltke, der deutsche Botschafter in Warschau, verlangte eine Verlängerung der Frist”, aber Heydrich wachte in Deutschland darüber, daß sie nicht versäumt wurde. Am 28. Oktober erhielten mehr als 17. 000 Juden polnischer Staatsangehörigkeit, die um Mit- ternacht staatenlos werden sollten, polizeiliche Ausweisungsver-
10
ERSTES I
fügunt polnist man d wurde zunehr der GI jagt". nicht, Comitt bringe hütet' Masse portal Die pı weisu! tatsäch war$ı zwisch der po den na liquidi Lösung noch& nehme fande nische Ihnen versuc wegsch nahmd Grenz einem tes, u Gesa bezüg fasse Veröfl Polen maßlid


