verständlich; aber überall wo dies zweckmäßig erscheint, können die drei ‚Arbeitsgemeinschaften‘ juristisch ge- trennt marschieren“.
(Deutsches Wirtschaftsinstitut, Berlin, Bericht 12 vom Juni 1958, 8.6)
Und wie steht es mit der alten Dach- gesellschaft des Konzerns, der„IG-Far- benindustrie Aktiengesellschaft“, die schon seit fast zwei Jahrzehnten gelöscht sein sollte?
„Noch ist die Dauer der Liquidation der IG-Farbenindustrie AG nicht ab- zusehen. Dennoch wird die Löschung des Namens im Handelsregister nicht erfölgen können, weil die Firma als solche mit Rücksicht auf ihren in der sowjetischen und polnischen Zone lie- genden Vermögensbesitz erhalten blei- ben muß. Die Verfügung über diesen gewaltigen Vermögensbesitz ist jedoch erst nach dem Tage X der Wiederver- einigung einigermaßen übersehbar.
(W.O.Reichelt,„Das Erbe der IG- Farben“, a.a.O.,S.12)
Der„Vermögensbesitz“ in der Deutschen Demokratischen Republik, die volkseige- nen Leuna-Werke, das Buna-Werk, das Elektrochemische Kombinat in Bitter- feld, die Farbenwerke Wolfen, die Film- fabrik Wolfen usw. sollen also nach dem Wunschtraum der IG-Farben am„Tag X“ wieder Konzernbesitz werden. Auch die in der Volksrepublik Polen enteig- neten IG-Betriebe stehen auf der Liste.
„In jedem Falle wird den Liquidations- anteilschein-Inhabern alles zugute kom- men, was einmal an Ostvermögen zu-
rückfällt“— so steht es im„Bericht über die Entflechtung und Liquidation“ der IG-Farbenindustrie i. L. vom Jahre 1955. Diese Politik bedeutet also nichts an- deres als die Fortsetzung der Großraum- politik des„Dritten Reiches“ es ein 1945 nie gegeben.
Im Jahre 1959 hielt der in dieser Doku- mentation vielgenannte ehemalige Di- rektor der Ammoniak-Werke Merseburg, Christian Schneider, anläßlich eines „Leuna-Treffens“ in"Bobäch bei Mainz eine Rede, in der er die Hoffnung aus- sprach, daß
„das nächste Leuna-Treffen im Kame- radschaftshaus in Leuna“
stattfinden werde. Im Jahre 1960 ging diese Hoffnung nicht
in Erfüllung; 1961 ebenfalls nicht. An- gesichts der hektischen Versuche, den
„TagX“ herbeizuführen und die Deutsche#
Demokratische Republik„aufzurollen“,
entschloß sich die a, der DDR k
am 13. August 1961, den antifaschisti- schen Schutzwall gegen die revanchisti-
schen Gelüste zu errichten. Damit wur-
den die aggressiven Mächtbestrebungen auch der IG-Farben ein für allemal in die Schranken verwiesen.+
Es wird höchste Zeit, endlich auch in P|
Westdeutschland allen notorischen
Kriegsverschwörern das Handwerk zu
— als habe.
ie
legen— eingedenk der 55 Millionen To-|
ten des zweiten Weltkrieges, unter ihnen
allein über 3 Millionen, die in Auschwitz Ti
umgebracht wurden.
Die Völker der Welt, darunter äueh lin- ser deutsches Volk, wollen endlich in
einem gesieherten Frieden leben.
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