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in Erfenrung zu bringen
Neben Seebohm können sich weitere Re- vanchistenführer der alten Komplizen- schaft mit der IG-Farben rühmen, wie der Hauptkriegsverbrecher Franz Kar-
_ masin und der ehemalige Sonderbevoll-
mächtigte der Gestapo in Prag, Staffen. Franz Karmasin erhielt für seine„Ver- dienste“ bei der sogen.„Slowaken- Aktion“, dem Beginn des berüchtigten hitlerfaschistischen Sklavenarbeitspro-
, zahlreiche finanzielle Zuwen-
dungen von der IG-Farben.
Staffen, heute Bundesreferent für„Auf- klärung“ im Bundesvorstand der„Su- detendeutschen Landsmannschaft“, nahm in seiner damaligen Funktion als engster Mitarbeiter Henleins gemeinsam mit dem IG-Farben-Direktor und Leiter der Wirtschaftspolitischen Abteilung der Zentrale, Gattineau, im Mai 1939 an einer Industriellen-Beratung teil, auf der die wirtschaftliche Beherrschung der Slowakei durch deutsche Monopole be- handelt wurde.
Bei dem Raub der Chemie-Industrie der
Tschechoslowakei‘ spielte auch der da-
'W„Tag X" und 1.6. Farben
Offiziell war durch Beschluß des Allier- ten Kontrollrates vom 30. November 1945 der IG-Farben-Konzern zu„entflechten“. Den Plan zu dieser„Entflechtung“ hatten die Herren des Konzerns längst selbst entworfen!
„Mit der schon im Jahre 1940. unmit- telbar nach dem Überfall auf Frank- reich beschlossenen, im letzten Jahr der Nazidiktatur weitgehend vorberei- teten und vor einigen Jahren abge- schlossenen Konzern-Reorganisation erntet der ungebrochen gebliebene und mit Nachwuchskräften ergänzte ‚Rat der Götter‘ die Früchte, die er mit der neuen Struktur zu pflücken gedachte. Die einheitlich straff geleiteten und untereinander feinmaschig koordinier- ten drei Konzernmitglieder— im in- ternen Gebrauch ‚als Arbeitsgemein- schaft Niederrhein, Mainkur(früher Mittelrhein) und Ludwigshafen(frü- her Oberrhein) bezeichnet— sind nach dem Vorbild amerikanischer Konzern- riesen formalrechtlich ‚selbständig‘:
malige IG-Farben-Direktor und Abwehr- und Verbindungsmann zum OKW der IG, Guenther Frank-Fahle, eine maßgeb- liche Rolle. Heute vertritt er die Inter- essen der IG-Farben als geschäftsfüh- render Gesellschafter der Commerz GmbH, Frankfurt/Main. Frank-Fahle ist seit 1953 Berater der amerikanischen Lockheed-Flugzeugwerke.
Der Einfluß der IG-Farben auf die Poli- tik der Bundesregierung wird auch sicht- bar durch die Tatsache, daß prominente Mitglieder der Bundesregierung Wert auf enge gesellschaftliche Beziehungen zu den Kriegsverbrechern der IG-Far- ben legen. Als z.B. der inzwischen ver- storbene Generaldirektor von Bayer, Ulrich Haberland, seinen 60. Geburtstag feierte, gehörten zu der Festgesellschaft nicht nur Ambros, Fritz ter Meer, Wurster und andere schwer belastete IG-Direktoren, sondern demonstrativ auch Ludwig Erhard, Außenminister Schröder, der damalige Kriegsminister Strauß und der bisherige Atomminister Balke; Es EL
Farbenfabriken Bayer AG Leverkusen Farbwerke Hoechst AG, vormals Mei- ster Lucius& Brüning, Frankfurt/Main-Hoechst
Badiche Anilin-& Soda-Fabrik AG, Ludwigshafen
Jede dieser drei bekannten Haupt- gesellschaften verfügt über zahlreiche Tochter- und Beteiligungsbetriebe, und alle drei wiederum ‚teilen‘ sich meist mit jeweils gleichen Kapitalquoten, den gemeinsamen Besitz einer von Jahr zu Jahr wachsenden Zahl von Gesellschaften. Die sorgfältige Ab- stimmung von Produktion und For- schung, die straffe Koordinierung aller Investitionen, der gemeinsame Bezug "von Roh- und Hilfsstoffen und das ge- meinsame Operieren auf den Außen- märkten im Verein mit der juristischen ‚Selbständigkeit‘ der drei Konzern- säulen, machen die IG-Farben gegen- über den ausländischen Konkurrenten mit ‚klassischer‘ Konzernstruktur über- leven. Die Gemeinsamkeit ist selbst-
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