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1.1.G.FARBEN ALS INITIATOREN, FÖRDERER
UND NUTZNIESSER DER AUSCHWITZ-VERBRECHEN
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„Leider ist es so, daß die wirklichen Anstifter zu diesen Morden nicht auf der Anklagebank sitzen und zum Teil heute in der Industrie und in der Wirt- schaft wieder führende Positionen ein- nehmen. Diese wären es, die in erster Linie zur Verantwortung gezogen wer- den müßten.“
(Karl Tauer, Bezirksleiter der Indu- striegewerkschaft Chemie in Bayern, zum Auschwitz-Prozeß,„Deutsche Volkszeitung“, Düsseldorf, vom 6. März 1964.)
Im Jahre 1935 litten Tausende Kom- munisten, Sozialdemokraten, protestan- tische und katholische Priester, jüdische Bürger, Pazifisten, Hitler-Gegner| der verschiedensten Weltanschauungen‘in Dachau; viele starben an den Mißhand- lungen oder wurden„auf der Flucht er-
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Auschwitz-Prozeß vor dem Schwurgericht Frankfurt(Main)
schossen“. Zur gleichen Zeit ließen sich führende IG-Farben-Vertreter von ho- hen SS-Offizieren durch das Lager füh- ren,
(Eidesstattliche Erklärung. von Rudolf Höß vom 17. Mai 1946, IG-Farben-Prozeß NO NI-034— s. Dokument Nr. 33)
Damals reifte in der IG-Zentrale bereits der Gedanke, KZ-Gefangene in den Be- trieben einzusetzen.
Das Rüstungsgeschäft benutzte der IG- Farben-Vorstand zu einer gewaltigen Ausdehnung des Konzerns. Zu den neu zu errichtenden Fabriken gehörte ein viertes Buna-Werk, das mithelfen sollte, den Bedarf der Hitler-Wehrmacht an synthetischem Kautschuk zu sichern. Seit 1938 wurden Oberschlesien, der Norden des„Sudetenlandes“, nach dem Unter- nehmen„Weserübung“ sogar Norwegen,


