töteten solche Gefangenen durch Benzin-Einspritzungen. Die Ärzte hatten Anweisung, gewöhnliche Sterbeurkunden auszustellen und konnten irgendeine Todesursache ganz nach Belieben angeben. 9. Von Zeit zu Zeit führten wir medizinische Experimente an weiblichen Insassen aus, zu denen Sterilisierung und den Krebs betreffende Experimente gehörten. Die meisten dieser Menschen, die unter diesen Experimenten starben, waren schon durch die Gestapo zum Tode verurteilt worden. (IMT, Bg. XXXl1l, S. 275 ff.; PS- 3868, deutscher Text: Lit.Nr. 46, S. 127 ff.)
(23) Konzentrationslager Auschwitz II(Birkenau)
Nach und nach bevölkerte sich das Lager. Aus dem ganzen besetzten Europa, aus Norwegen, Holland, Belgien, Frankreich, Italien, Jugoslawien, Griechenland, der Tschechoslowakei, Rumänien, Polen, Ungarn und Rußland kamen die Transporte an. Die meisten dieser Deportierten betraten das Lager nicht einmal, sondern endeten sofort in den Gaskammern. Um diese zu entlasten, leitete man sogar Transporte nach anderen Lagern wie Oranienburg, Mauthausen, Flossenburg, Ravensbrück, Bergen-Belsen und besonders ausgewählte Opfer nach Natzweiler. Damals glaubten wir noch, daß Natzweiler ein Arbeitslager sei, später jedoch mußten wir erfahren, daß die Unglücklichen, die von Birkenau nach Natzweiler geschickt wurden, als Versuchskaninchen dienten und im Ana- tomischen Institut von Straßburg zu Anatomiezwecken verwandt wurden.
Wie lange durfte man mit einem Aufschub des Todes rechnen? In Birkenau bestand dieser Auf- schub für einen im Arbeitskommando arbeitenden Häftling in zwei bis drei Monaten. Bei Ablauf dieser Frist sah er wie ein Skelett aus. Vollständiger Schwund des Fettgewebes und teilweise auch des Muskelgewebes machte den Deportierten zum„Muselmann”’. Das war der Lagerausdruck für die Erschöpften. Hunger, Kälte, Feuchtigkeit, Verletzungen und Krankheit peinigten den Musel- mann grausam und entkräfteten ihn vollends. Indem er soviel als möglich sitzen blieb und die dünne Decke über seinen gebeugten Kopf zerrte, versuchte er, seine schwachen Kräfte zusammen- zuraffen. In dieser Aufmachung gleicht er einem Muselmann im Gebet. Der Faustschlag eines SS- Mannes, ein Hieb mit dem Knüppel des Aufsehers genügten, um ihn so zu erledigen, daß er bei der nächsten„Selektion“ unweigerlich geschnappt wurde.
Tag und Nacht brannten die sechs Krematorien. Die Ofen genügten jedoch dem Ansturm im Sommer 1944 nicht mehr, und so wurden die Leichen mitten im Birkenwald in einer großen Grube verbrannt. Das ganze Zigeunerlager— 4000 Männer, Fraven und Kinder— wurde in einer ein- zigen Augustnacht in die Gaskammern geschickt. Die Methode wurde vervollkommnet. Ein schmaler Schienenstrang lief bis auf 50 Meter an die Gaskammern heran, und auf diesem konnte nun der ganze Transport, der in Drancy oder Budapest eingeladen war, direkt an der Hinrichtungs- stätte ausgeladen werden. Die Verschleppten hatten an einer SS-Kommission vorüberzudefilieren, dann ließen die SS-Leute die zum Tode Verdammten ein paar Schritte vortreten, und schon waren sie dort angelangt, wo man sie vergaste. Dank diesem System kamen die Körper ohne Zeitverlust in die Ofen. Im Juni 1944 erreichte man die Rekordzahl von 22 000 Einäscherungen pro Tag.
Das Sonderkommando rebellierte im Sommer 1944, weil die Häftlinge aus gewissen Anzeichen schlossen, daß nun auch sie geopfert werden sollten. Sie weigerten sich, ihren Block zu verlassen und steckten sogar einen Teil der Gaskammern in Brand. Aber aus allen Himmelsrichtungen tauchten die Maschinengewehre und Maschinenpistolen der SS auf und unterdrückten diesen Auf- stand im Handumdrehen. Die beiden Ärzte des Sonderkommandos versuchten sich umzubringen, indem sie eine Überdosis von Gardenal nahmen. Einer starb, während der andere— Dr.B.— durch unsere Pflege gerettet werden konnte. Zu meiner Freude hörte ich, daß er im Lüneburger Prozeß als Zeuge aussagte.
Daß es trotz der im Lager herrschenden Terrorstimmung und der dauernd drohenden Gefahr einer „Selektion“ in Birkenau nicht mehr Selbstmorde gegeben hat, ist sonderbar. Manchmal verließ nachts ein Kranker seine Baracke und— wenn ihn nicht vorher eine Maschinengewehrgarbe des nahen Wachtturms niederstreckte— berührte den elektrisch geladenen Draht. Andere Häftlinge schluckten große Mengen eines Betäubungsmittels. Aber einige von ihnen konnten von uns trotz des Verbots der Deutschen gerettet werden....
(Bericht von Robert Levy, früher Assistent der chirurgischen Klinik B an der Medizinischen Fakultät der Universität Straßburg. Lit.Nr. 46, S. 264 ff.)
78
(24)„Abwe JoDIscHE Kl
Herrn/Frau/Fr Transport-Nr. Betr.; Abwan Ihre Abwandı Anordnung 9 fordert sind. Das mitzuneh lediglich ein mitgenommen Da die Mitnc es am So. 2 kammer abzu |. Mitte: Au II. Söden: TI Ill. Norden: Das Handgep Nachtze Das gesamte Bestimmunger Am Mo. 21.$ sich zu diese zuhändigen. unterkunft Gr Etwa vorhanc einem Bankur Hinweise, di in einem fest Hamburger$ port-Nummer für die Verp Werden, Jede im Handgepö In der Samm« zur Verfügun dos Sanitätsp Erteilung von In der Anlag bitten Sie heı in Ruhe und R Unsere von d Persönliches' Teibungslosen soweit dies 7 Ihnen jede m
Nicht Veröffe


