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Judenverfolgung im Dritten Reich / Wolfgang Scheffler
Entstehung
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1935 der öffentliche Verkauf dieser beiden jüdischen Presseorgane und vieler anderer verboten. Außerdem wurde der jüdischen Presse zur Auflage gemacht, die Erörterung aller akuten politischen Fragen, die nicht das Judentum betrafen, zu unterlassen.

Mit dem Ausscheiden der jüdischen Künstler aus dem deutschen Kultur- leben ergab sich die Notwendigkeit, für diese Künstler ein neues Betätigungsfeld zu schaffen. Zu diesem Zweck wurde 1933 derKultur- bund der deutschen Juden gegründet, der schnell zum Mittelpunkt des jüdischen kulturellen Lebens aufstieg. Der Besuch aller Veranstal- tungen des Kulturbundes(Theater, Konzerte usw.) war auf Anordnung des Reichspropagandaministers nur Juden erlaubt.

4. Die Emigration aus Deutschland

Die vielschichtigen Aufgaben, die den jüdischen Organisationen durch die erzwungene Auswanderung auferlegt wurden, waren der Anlaß für eine zweckvollere Arbeitsteilung. DerHilfsverein der deutschen Juden widmete sich der Auswanderungshilfe für Emigranten nach allen Ländern, außer Palästina. Für Palästina selbst war das Palästina- amt zuständig. Während sich der Hilfsverein bei den verschiedenen Regierungen durch umfangreiche Aufklärungsarbeit um Unterstützung und Genehmigungen für Einwanderungspapiere bemühte, mußte sich die Zahl der Palästina-Auswanderer anfänglich nach den festge- setzten Einwanderungsquoten der englischen Mandatsmacht rich- ten, die von der Jewish Agency auf die einzelnen Länder aufgeschlüs- selt wurden. Noch im Jahre 1938 wurde auf der Konferenz in Evian (Schweiz) vergeblich versucht, die Einwanderungspolitik der verschie- denen Länder aufeinander abzustimmen. Erst nach dem November- pogrom 1938 öffnete z.B. Großbritannien in großzügigerer Weise seine Grenze für jüdische Flüchtlinge.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Auswanderungs- zahlen seit dem Januar 1933. Wie bei allen Angaben über die jüdische Katastrophe in der Zeit des Nationalsozialismus lassen sich auch hier die genauen Zahlen nicht mehr ermitteln.

Zahl der Gesamtzahl

Jahr Emigranten seit 1933 1933 37 000 37 000 RU ee 23 000 60 000 BI oa 21 000 81.000 ISO ee 25 000 106 000 TISYER ZEN 23 000 129 000 1938 bis zum Auswanderungs-

verbot am 23. Oktober 1941 170 000 etwa 300 000

(Vgl. Lit.Nr. 17, Band I, S. 377)

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