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... wir haben es getan : Selbstporträts in Tagebüchern und Briefen 1939 - 1945 / Hermann Langbein
Entstehung
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Auch später, als die Kette der Siege schon durch emp- findliche Niederlagen unterbrochen worden war, be- schäftigte sich Hitler mit Zukunftsplänen. Goebbels notiert darüber in seinem Tagebuch:

8. Mai 1943:

...Am Nachmittag findet dann die Reichs- und Gauleiterbespre- chung beim Führer statt. Der Führer zeichnet die um ihn versammelte Parteiführerschaft durch eine ausführliche Darlegung der Lage aus...

Die Judenfrage wird am allerschlechtesten von den Ungarn gelöst. Der ungarische Staat ist ganz jüdisch durchsetzt, und es ist dem Füh- rer bei seiner Unterredung mit Horthy nicht gelungen, ihn von der Notwendigkeit härterer Maßnahmen zu überzeugen. Horthy ist ja selbst mit seiner Familie außerordentlich stark jüdisch verfilzt und wird sich auch in Zukunft mit Händen und Füßen dagegen sträuben, das Judenproblem wirklich tatkräftig in Angriff zu neh- men. Er führt hier durchaus humanitäre Gegenargumente vor, die na- türlich in diesem Zusammenhang überhaupt keine Bedeutung besitzen. Dem Judentum gegenüber kann nicht von Humanität die Rede sein, das Judentum muß zu Boden geworfen werden. Der Führer hat sich alle Mühe gegeben, Horthy von seinem Standpunkt zu überzeugen, allerdings ist ihm das nur zum geringsten Teil gelungen.

Aus alledem aber hat der Führer die Konsequenz gezogen, daß das Kleinstaatengerümpel, das heute noch in Europa vorhanden ist, so schnell wie möglich liquidiert werden muß. Es muß das Ziel unseres Kampfes bleiben, ein einheitliches Europa zu schaffen. Europa kann aber eine klare Organisation nur durch die Deutschen erfahren...

Der Führer verteidigt in diesem Zusammenhang die Politik Karls des Großen. Auch seine Methoden sind richtig gewesen. Es ist gänz- lich falsch, ihn als Sachsenschlächter anzugreifen. Wer gibt dem Füh- rer die Garantie, daß er später nicht etwa einmal als Schweizer- schlächter angeprangert wird! Auch Österreich mußte ja zum Reich gebracht werden. Wir können glücklich sein, daß es auf eine so fried- liche und enthusiastische Weise geschah; aber hätte Schuschnigg Wi- derstand geleistet, so hätte dieser Widerstand natürlich niederge- schlagen werden müssen. Karl der Große hat eine richtige Politik da- durch betrieben, daß er die Ostmark so weit nach außen vorschob. Das, was damals in geringem Umfang stattfand, muß heute in unge- heuren Dimensionen wiederholt werden...

Der Führer gibt seiner unumstößlichen Gewißheit Ausdruck, daß das Reich einmal ganz Europa beherrschen wird. Wir werden dafür noch sehr viele Kämpfe zu bestehen haben, aber sie werden zweifel- los zu den herrlichsten Erfolgen führen. Von da ab ist praktisch der Weg zu einer Weltherrschaft vorgezeichnet. Wer Europa besitzt, der wird damit die Führung der Welt an sich reißen.

In diesem Zusammenhang können wir natürlich Fragen von Recht und Unrecht überhaupt nicht zur Diskussion akzeptieren. Der Verlust

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