Druckschrift 
... wir haben es getan : Selbstporträts in Tagebüchern und Briefen 1939 - 1945 / Hermann Langbein
Entstehung
Seite
124
Einzelbild herunterladen

dieses Krieges würde für das deutsche Volk das größte Unrecht dar- stellen, der Sieg gibt uns das größte Recht. Überhaupt wird der Sieger auch die alleinige Möglichkeit besitzen, die moralische Berechtigung seines Kampfes vor der Weltöffentlichkeit nachzuweisen...

Die Gedanken des Führers werden von seinen Ge- folgsleuten getreulich wiedergegeben. Frank erteilt am 14. Januar 1944 folgende Weisung:

...Wenn wir den Krieg einmal gewonnen haben, dann kann meinet- wegen aus den Polen und aus den Ukrainern und dem, was sich hier herumtreibt, Hackfleisch gemacht werden, es kann gemacht werden, was will. Aber in diesem Augenblick kommt es nur darauf an, ob es gelingt, fast 15 Millionen eines gegen uns sich organisierenden feind- lichen Volkstums in Ruhe, Ordnung, Arbeit und Disziplin zu halten. Wenn es nicht gelingt, dann kann ich vielleicht triumphierend sagen: Ich habe 2 Millionen Polacken umgebracht. Ob dann aber die Züge an die Ostfront fahren, ob die Monopolbetriebe arbeiten, die jeden Monat 500 000 Liter Wodka und so und so viele Millionen Zigaretten liefern, ob die Ernährung und Landwirtschaft gesichert wird, von der wir allein 450 000 to Getreide ans Reich geliefert haben, das steht auf einem anderen Blatt.

Auch noch am 9. Juni 1944, als sich die Niederlage der nationalsozialistischen Armeen an allen Fronten schon eindeutig abzeichnet, sagt der Generalgouver- neur in einer NS-Schulungsburg:

...Das endgültige Schicksal dieses Raumes wird nach dem Kriege bestimmt werden. Heute müssen wir darauf sehen, daß die Bevölke- rung in Ruhe und Frieden bleibt und lebt... Mit anderen Worten: Es kommt mir jetzt nicht auf die Durchsetzung irgendwelcher end- gültiger Ziele in diesem Raume an, sondern nur auf die Durchsetzung des uns unter den Kriegsgesichtspunkten obliegenden Pflichtmäßigen. Ich handle demnach in diesem Sinne nicht als Nationalsozialist, son- dern als Verwaltungschef oder Politiker. Um so wichtiger seid Ihr, um so wichtiger ist es, daß dieser Gesichtspunkt wenigstens unter uns und in den Reihen der Deutschen klar aufrechterhalten bleibt, daß das endgültige Schicksal dieses Landes ist, genau so deutsches Sied- lungsland zu werden, wie es das Rheinland ist. Die Weichsel muß ein- mal genau so durch deutsches Land fließen wie der Rhein(Lebhaf- ter Beifall).

*

Der Nationalsozialismus wird durch seine Taten charakteri- siert. Erst wenn man die Zukunftspläne kennt, die Hitler und seine Getreuen entworfen haben, kann man voll ermessen, was der Menschheit durch deren Niederlage erspart blieb.

124

Ang und al klaren direkt istees lich ei geschi ungeh men,( gänzel dampi Hunge größte Dis jet

Wir ein) komm

Adc Caesa einem Adolf ännı