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... wir haben es getan : Selbstporträts in Tagebüchern und Briefen 1939 - 1945 / Hermann Langbein
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Die sanitären Folgen dieserLinie wurden aller- dings auch für die Deutschen peinlich. Der Herr Gene- ralgouverneur beschreibt sie etwa ein Jahr später, bei einer Arbeitstagung am 23. September 1941:

Im Zusammenhang mit der Entwicklung dieser Hungersituation müssen wir auch noch feststellen, daß das Fleckfieber im Generalgou- vernement gegenüber dem vorigen Jahr um ungefähr das 50fache, die Tuberkulose um das 35fache gestiegen ist. Diese Zahlen sind umso ernstlicher, weil man im kommenden Winter angesichts der dichten Belegung des Generalgouvernements mit deutschen Truppen große Besorgnisse hegen muß...

Die Folgen der organisierten Unterernährung wer- den beobachtet. Goebbels notiert darüber in seinem Tagebuch:

6. März 1942:

...Ein SD-Bericht orientiert mich über die Lage im besetzten Ruß- land. Sie ist doch prekärer, als man allgemein annimmt. Die Partisa- nengefahr erhöht sich von Woche zu Woche. Die Partisanen beherr- schen ganze Gebiete im besetzten Rußland und üben dort ihren Terror aus. Auch sind die nationalen Bewegungen aufsässiger geworden, als man zuerst angenommen hatte. Das gilt sowohl für die baltischen Staaten als auch für die Ukraine. Die Juden betätigen sich überall als Hetzer und Aufputscher. Es ist deshalb erklärlich, daß sie in großem Umfange dafür mit dem Leben bezahlen müssen. Überhaupt vertrete ich die Meinung, daß, je mehr Juden während dieses Krieges liqui- diert werden, desto konsolidierter die Lage in Europa nach dem Kriege sein wird. Man darf hier keine falsche Sentimentalität ob- walten lassen. Die Juden sind das europäische Unglück; sie müssen auf irgend eine Weise beseitigt werden, da wir sonst Gefahr laufen, von ihnen beseitigt zu werden.

Die Lebensmittellage in den besetzten Ostgebieten ist außerordent- lich prekär. Es sterben dort tausende und zehntausende Menschen an Hunger, ohne daß ein Hahn danach kräht. Wir werden in diesem Ge- biet wohl noch einige Jahre vor außerordentlichen Schwierigkeiten und Problemen stehen. Bis das Gebiet einmal in die europäische Wirt- schaft eingegliedert sein wird und seine reichen Erträgnisse unserem Erdteil zugutekommen, wird wahrscheinlich noch sehr viel Wasser den Rhein herunterfließen...

Die Slawen müssen gebeugt oder gebrochen wer- den. Den Tschechen gegenüber wirkt Heydrich in die- sem Sinn. Darüber schreibt Goebbels:

15. 2. 1942: Die Slawen, das betont er(Heydrich), können nicht erzogen wer- den, so wie man ein germanisches Volk erzieht, man muß die brechen

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