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... wir haben es getan : Selbstporträts in Tagebüchern und Briefen 1939 - 1945 / Hermann Langbein
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Meinung verbreiten: wir stehen unter dem Schutz des Reiches und seiner Exekutivorgane und brauchen uns nicht fürchten, wenn wir unsere:Arbeit tun. Diese allgemeine Aktion ist um so wichtiger, je schärfer wir gegen die eigentlichen Machthaber und Führerpersön- lichkeiten in Polen vorgehen...

Daß Frank sicher ist, im Sinne seines Führers zu han- deln, selbst wenn er die äußere Form der Rechtsstaat- lichkeit brutal verletzt, versteht sich. Goebbels ver- traute einmal seinem Tagebuch an, wie Hitler mit Richtsprüchen und Richtern umging:

6. 5. 1942:

Der Fall Sklarek dieser jüdische Schieber ist wegen Landesver- rats nur zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt worden hat den Füh- rer außerordentlich erregt. Selbstverständlich wird Sklarek erschos- sen werden. Im übrigen fordert der Führer sich von uns die Akten dieses Falles ein. Er will daraus ein Exempel für die beteiligten Juri- sten und Richter statuieren.

Welches Leben sollten also die Polen führen? Frank schilderte das in einer Abteilungsleitersitzung am 12. September 1940:

...Es gibt keine Dienststelle des Reiches, die direkt oder indirekt in dies Gebiet hineinregieren könnte. Befehle erteilt nur der General- gouverneur in unmittelbarer Vertretung des Führers, sonst niemand.

Wir haben bisher die Politik der völligen gegenseitigen Trennung zwischen Deutschen und Polen eingehalten. Ich selbst habe mit Polen noch keinen Kontakt aufgenommen und bitte auch Sie, keinen anderen Kurs zu gehen. Wir müssen in dem großen Gefüge der über große Zeiträume hinwegreichenden Struktur des Nationalsozialismus im- mer daran denken, daß, wenn wir diesen Raum nicht völlig durch- dringen, er eines Tages für uns verloren sein wird. Es kann sich hier nur um ein Entweder-Oder handeln. Das Schicksal hat entschieden, daß wir hier die Herren, die Polen aber die uns anvertrauten Schutz- unterworfen sind. Ich bitte Sie, meine Herren, den Empfang von Polen, von Bittdeputationen usw. auf das dienstlich unbedingt not- wendige Maß zu beschränken. Es ist auch nicht möglich, daß wir den Polen den Lebensstandard der Deutschen geben. Es muß ein Unter- schied zwischen dem Lebensstandard des Herrenvolkes und dem der Unterworfenen sein. Die Polen müssen die Grenzen ihrer Entwick- lungsmöglichkeiten einsehen. Der Führer hat erneut auf meine aus- drückliche Frage entschieden, daß es bei der von uns getroffenen Be- schränkung zu bleiben hat. Kein Pole soll über den Rang eines Werk- meisters hinauskommen, kein Pole wird die Möglichkeit erhalten können, an allgemeinen staatlichen Anstalten sich eine höhere Bildung anzueignen. Ich darf Sie bitten, diese klare Linie einzuhalten.

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