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Ich habe ja gerade die Sitzung aus dem Grunde einberufen, um die Gouverneure und die Polizeidienststellen darauf aufmerksam zu ma- chen, daß wir über den legalen Rahmen unserer Aufgaben hinaus eine ganz große politische Verantwortung hier in diesem Raum zu tragen haben. Es kommt nicht darauf an, daß wir einen legalen vor- bildlichen Musterstaat ins Leben rufen, sondern es kommt haupt- sächlich darauf an, die große nationalsozialistische Ostaufgabe hier in diesem Raum zu erfüllen. Es kann also nicht das Ziel sein, hier einen Rechtsstaat aufzubauen, sondern die Ostpolitik muß so geführt wer- den, daß immer als die entscheidenste Mission der Ausbau der Be- fehle des Generalgouverneurs im Vordergrund steht...
Was die Konzentrationslager anlangt, so waren wir uns klar, daß wir hier im Generalgouvernement Konzentrationslager im eigent- lichen Sinne nicht einrichten wollen. Wer bei uns verdächtig ist, der soll gleich liquidiert werden. Was sich draußen in den Konzentrations- lagern des Reiches an Häftlingen aus dem Generalgouvernement be- findet, das soll uns zur AB-Aktion zur Verfügung gestellt oder dort erledigt werden. Wir können nicht die Reichskonzentrationslager mit unseren Dingen belasten. Was wir mit den Krakauer Professoren an Scherereien hatten, war furchtbar. Hätten wir die Sache von hier aus gemacht, wäre sie anders verlaufen. Ich möchte Sie daher dringend bitten, niemanden mehr in die Konzentrationslager des Reiches abzu- schieben, sondern hier die Liquidierung vorzunehmen oder eine ord- nungsgemäße Strafe zu verhängen. Alles andere ist eine Belastung des Reiches und eine dauernde Erschwerung. Wir haben hier eine ganz andere Form der Behandlung und diese Form muß beibehalten wer- den. Ich mache ausdrücklich darauf aufmerksam, daß sich an dieser Behandlung nichts ändern wird durch einen allenfallsigen Friedens- schluß. Dieser würde nur bedeuten, daß wir dann als Weltmacht noch viel intensiver als bisher unsere allgemeinen politischen Aktionen durchführen würden, es würde bedeuten, daß wir in noch großzügige- rem Maße zu kolonisieren haben, aber ändern würde er an dem Prin- zip nichts. Es bleibt bei der schärfsten antipolnischen Tendenz, wobei jedoch Rücksicht genommen werden muß auf die Aufrechterhaltung der Arbeitsfähigkeit des polnischen Arbeiters und des polnischen Bauern. Wir müssen uns darüber klar sein, daß wir dieses Gebiet des Generalgouvernements nicht halten können, wenn wir einen Ausrot- tungsfeldzug gegen die polnischen Bauern und Arbeiter beginnen würden in der Form, wie er von‘einzelnen Phantasten gedacht ist. Es kann sich nur um die Beseitigung der Führerschicht handeln, aber das arbeitende Volk muß unter unserer verantwortlichen Befehlsge- walt nutzbringende Arbeit leisten. Daher ist es zweckmäßig, daß die Polizei auch von diesem Volk der Bauern und Arbeiter als eigener Schutz angesehen wird. Helfen Sie mir bitte, diese Splitterungspolitik zu unterstützen! Es würde nicht schaden, wenn die Polizei von sich aus öfters demonstrativ den Schutz eines polnischen Arbeiters über- nehmen würde gegen einen polnischen Großkapitalisten. Es müßte sich ganz allgemein unter den polnischen Bauern und Arbeitern die
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