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... wir haben es getan : Selbstporträts in Tagebüchern und Briefen 1939 - 1945 / Hermann Langbein
Entstehung
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Rede ist, taucht der Name Himmlers auf, des unumschränkten Herrn über alle Konzentrationslager, des obersten Befehlshabers der gigantischen Vernichtungsmaschinerie von Auschwitz. Himm- ler war einer der wenigen, der auch in den kritischen Kriegsjah- ren mit seinem Führer unter vier Augen sprechen durfte. Hitler war mit seiner Arbeit zufrieden. Alfred Rosenberg, der ebenfalls in seiner Nürnberger Zelle seine Gedanken niederschrieb, bestä- tigt das. Als er sich im Jahr 1942 bei Hitler über Himmler be- schwert hat, gab ihm dieser zur Antwort:Himmler hat seine Aufträge bisher immer gut durchgeführt®.

Und Hitler hat ganz genau gewußt, mit welchen Me- thoden Himmler arbeitete. Bei einer Lagebesprechung im Führerhauptquartier berichtete am 1. Dezember 1942 General Jodl über einen Zwischenfall in Frank- reich. Der darauf folgende Dialog wird im Protokoll dieser Besprechung folgendermaßen wiedergegeben:

Jodl: Ein Raubüberfall auf eine Bürgermeisterei im Departement Seine-Loire. Dabei gelang es der französischen Polizei, sechs bewaffnete Täter, die sämtlich einer Terroristengruppe angehören, festzunehmen.

Der Führer: Gut! Die Polizei ist gut. Die werden wir einspannen und werden nur mit der Polizei arbeiten. Himmler kennt seine Polizei. Er geht mit verwerflichen Mitteln vor und kann sich die Leute so langsam anbändeln. Das wird ein Bündnis mit der Polizei!

Jodl: Sie macht den besten Eindruck.

Der Führer: Die Polizei ist gehaßter als irgend etwas im Lande und sucht Stützen bei einer noch stärkeren Autorität, als es ihr eigener Staat ist; das sind wir. Die Polizei wird noch einmal darauf drängen, daß wir das Land nicht verlassen.

Der Kommandant des Vernichtungslagers Auschwitz berich- tet, daß Himmler bei einer Besichtigung seine Weisungen so ZU- sammengefaßt hat:Ich habe mir nun Auschwitz gründlich ange- schaut. Ich habe alles gesehen, habe alle Mißstände und Schwie- rigkeiten genügend gesehen, und von Euch gehört. Ändern kann ich daran auch nichts... Eichmanns Programm geht weiter und wird von Monat zu Monat gesteigert. Sehen Sie zu, daß Sie mit dem Ausbau von Birkenau vorwärtskommen. Die Zigeuner sind der Vernichtung zuzuführen. Ebenso rücksichtslos vernichten Sie die arbeitsunfähigen Juden.

Von Himmler ist kein Tagebuch erhalten geblieben, aber ein privater Brief des Reichsführers SS möge die- sen Herrn aller Gaskammern persönlich charakterisie- ren. Er ist an den eigenartigen Leibarzt, den finischen

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