kreis, der zu Geheimaktionen herangezogen wurde, un- nötig zu vergrößern. Dr. Mennecke reist nun von KZ zu KZ und schreibt währenddessen seiner Frau, manchmal sogar täglich. Im April 1941 ist er im Konzentrationslager Sachsen- hausen tätig. Die Briefe werden aus dem benachbar- ten Oranienburg abgesandt: Oranienburg, 4. 4. 1941 Als Dr. Steinmeyer und ich— wir arbeiteten heute allein im K.Z.— um 18h Schluß machten, holte ich vom Bahnhof mein Köfferchen ab und ging zum Deutschen Haus... Unsere Arbeit ist sehr, sehr interes- sant. Heute haben Dr. Steinmeyer und ich allein geschafft; Prof. Heyde ist nach Litzmannstadt. Da nur wir Beide die ca. 400 Häftlinge zu untersuchen haben, dauert es vielleicht doch etwas länger, so daß es noch nicht feststeht, ob wir schon am Mittwoch abreisen können. ... Ich sammle hier bei dieser Arbeit massenhafte neue Erfahrun- gen und es ist eigentlich gut, daß Dr. Steinmeyer und ich allein diese Sache machen!... 6. April 1941 Um 9 Uhr kam Dr. Steinmeyer mit der S-Bahn aus Berlin an. Nach einer halben Stunde Fußweg waren wir an Ort und Stelle im Lager... Unsere Arbeiten sind zur Hälfte bereits fertig und da wir ab morgen zu Dritt schaffen(es stand am Sonnabend noch nicht fest, wer der Dritte ist), hoffe ich, daß ich am Mittwoch um 9.03 h von Berlin abfah- ren kann, um am Abend bei Dir zu sein;... Oranienburg, 7. 4. 1941 Gerade soll noch mein letzter Brief aus dieser ersten K.Z.-Epoche be- ginnen, den ich Dir allerdings mitbringen und nicht schicken werde. Soeben bin ich fertig geworden mit der statistischen Zusammenstel- lung der von mir untersuchten Häftlinge, bis jetzt 109 an der Zahl. Morgen kommen noch ca. 25— 30 als letzte Arbeit hinzu. Ich lege gerade auf diese Untersuchungen besonderen Wert für eventl. spätere wissenschaftliche Auswertung, weil es sich ausschließlich um „Antisoziale“— und zwar in höchster Potenz— handelt. Ehe ich also meine Meldebögen in der Tiergartenstraße abliefere, no- tiere ich mir alle wichtigen Angaben listenmäßig. Es sind für morgen noch 84 Häftlinge zu untersuchen. Da ab heute Herr Dr. Hebold(An- staltsarzt in Eberswalde) als Dritter mitarbeitet, entfallen auf jeden nur noch ca. 26 Häftlinge. Ich hoffe, daß wir früh genug fertig wer- den»... Fünf Monate später künden die Briefe Dr. Menneckes davon, daß er im Konzentrationslager Dachau dieselbe Tätigkeit durchzuführen hat: Im Tocht meye 19h 2 Nitsdl Schot dem Mont wii Gnes plaud ab; ir gen| die K so da Es laufe Un ren\ feste läufi höre Stüc Scho wär ue sart Wiee dari mit


