diesem Geständnis das zwingende innere Bedürfnis der Reinigung mei- nes Gewissens?. Im Jahr 1940 sind keine Ansätze zu solchen Beden- ken feststellbar. Dem Direktor der Heil- und Pflegean- stalt in Lohr, die Mennecke ebenfalls auf seiner Reise besuchte, schrieb er am 20. Oktober dieses Jahres: ... Mit Freuden denken wir zurück an die Tage, die wir bei Ihnen zubrachten und noch einmal möchte ich Ihnen an dieser Stelle meinen herzlichen Dank aussprechen für die vielen Freundlichkeiten, die Sie meinen Mitarbeiterinnen sowie mir selbst entgegengebracht haben. Den Abschluß unserer Arbeitstourn&e bildete Anfang September die Anstalt Hall in Tirol. Wir haben auf dieser Reise viel gesehen und er- lebt und behalten schönste Erinnerungen an die einzelnen Stationen, von denen Lohr und Hall an erster Stelle stehen... In Hall und Lohr und in den übrigen Anstalten suchte Dr. Mennecke diejenigen Patienten aus, die nicht weiter am Leben bleiben sollten. Die Dienstreisen Dr. Menneckes wurden in der Folge immer häufiger. Regelmäßig schrieb er, wenn er unter- wegs war, seiner Frau Eva, einer geborenen Wehlau. Der ausführliche Briefwechsel wurde von dem Ehepaar aufgehoben. Als diese Briefe später von den Frank- furter Richtern als Beweisdokumente geprüft wurden, haben beide zugegeben, daß sie von ihnen geschrieben worden waren. Ein Abstreiten wäre auch völlig un- glaubhaft gewesen. Nicht nur die Handschrift bildete einen überzeugenden Beweis; manche Briefe hatte Mennecke auf die Rückseite von Formularen geschrie- ben, welche die„Euthanasie“-Ärzte bei ihren bürokra- tischen Arbeiten im Verlauf der Aussonderung zu ver- wenden hatten. Vier Monate später wurde der Eifer,mit dem Dr. Men- necke die ihm anvertraute Aufgabe übernommen hatte, honoriert. Er durfte engeren Kontakt mit den führen- den Herren in der Zentrale der Tötungsaktion auf- nehmen. Bielefeld, den 19. 2. 41 Hotel Bielefelder Hof ... Heute morgen fuhren wir zuerst um 8,30 Uhr per Autos, die von Berlin hier gestellt waren, zur Kreisleitung der NSDAP. Dort hielten wir im Beisein des Kreisleiters, des Regierungspräsidenten von West- 20 falen- schliel 2 Ma Bodel: von B mittag für u Häuse Wald Den denn unser‘ hörige a Pat istein


