nfalls 139_ Seien, N Sich dieser tät zu natio- n be- tzent- . töten haffen, et und — aus- ut der solchen ndpro- st nach 1g ille- n Ver- gelten- Eutha- ls sich Leiden se Tei- wirken in Arzt tungen konnte wurde echnen, ‘ ange- dert zU zig und lichkeit ng 1904 ie übe! jfschlu) jschland nd dor! e Ange jer Nor wendigkeit einer schnellen Kremation der Leiche verständigt. Dr. Mennecke war der Leiter einer solchen Anstalt in Eichberg. Bald wurde sein Eifer belohnt. Er wurde der Gruppe von aus- gewählten Ärzten zugeteilt, die auch in anderen Anstalten fest- zustellen hatten, wer„lebensunwert“ und deshalb in eine Anstalt mit angeschlossener Gaskammer zu verlegen sei. Am 29. Juni 1940 schrieb Dr. Mennecke an seinen ebenfalls an dieser Aktion beteiligten Kollegen Dr. Walter Schmidt— Jahrgang 1911—, der später sein Mitangeklagter werden sollte: ... Ich bin zum Zwecke einer wichtigen Sonderaufgabe durch die Adjutantur des Führers aus dem Führerhauptquartier U.K.-gestellt worden, so daß die nach dem 10. 5. erfolgte Aufhebung meiner U.K.- Stellung nunmehr wieder rückgängig gemacht worden ist. Im Rahmen dieser„Sonderaufgabe“ war ich vom 4. 6. bis gestern(31/2 Wochen) mit einer Kommission aus der Kanzlei des Führers Berlin in der Ostmark. Unsere Aktion umfaßte fast alle ostmärkischen Anstalten, es ging von Oberdonau über Niederdonau(Wien), Steiermark, Kärnten nach Salz- pure‘. Als es schon lange keine„Euthanasie“-Aktion mehr gab, als auch schon das Tausendjährige Reich der Ge- schichte angehörte, als Dr. Mennecke in der Zelle eines Frankfurter Gerichts saß, da schrieb er— der Brief trägt das Datum vom 2. November 1946— an seinen Untersuchungsrichter: Nachdem ich nun in den langen Monaten der Untersuchungshaft in der Stille meiner Zelle über alles reiflich nachgedacht und auch genü- gend inneren Abstand von den Vorgängen als solchen gewonnen habe, drängt sich mir das Bedürfnis auf, zu erklären, daß ich schon im Jahre 1940 den wahren Sinn der„planwirtschaftlichen Arbeiten“ erfuhr. Zu diesem Geständnis treibt mich nunmehr meine schon seit 1942 vorhan- den gewesene innere Überzeugung, daß alle diese Methoden der natio- nalsozialistischen Staatsführung unmenschlich und grausam, völlig kri- tiklos und sündhaft waren, und ferner die Erkenntnis, mit vielen Hun- derten und Tausenden von deutschen Menschen gemeinsam in den Wogen einer infamen Irrlehre geschwommen zu sein, an deren Echtheit ich einmal geglaubt hatte, aber deren fatale Unechtheit und Verwerf- lichkeit mir schließlich doch— drei Jahre vor dem Zusammenbruch dieses Regimes— die Augen geöffnet hat; und endlich drängt mich zu 19


