mord S für amals Tage- kann eTUng inken pisch nicht ; ehr- 1, der lichen ebuch ingen ‚ldern wenn d den hgül- auch , Otto jerten Täter akter. ‚gener te im Vosen- espte- olz in ch. die archie Frank sn der je hier ‚rische ur ge ‚remel ist ein ‚ nach )ffent- fessol, rte, ja Tausende für den Tod zu bestimmen, ohne dabei Trauer oder Scham, ohne nachher Reue zu bekunden, empfindet, wenn sein Kanarienvogel eingeht. Der Gefühlsüberschwang, mit dem Doktor Mennecke seine Frau in seinen täglichen Briefen begrüßt, und seine Redseligkeit, mit der er ihr auch die belanglosesten Klei- nigkeiten des Alltags mitteilt, ist nur solange ausschließlich die persönliche Angelegenheit dieses Ehepaares, als Dr. Mennecke nicht von Konzentrationslager zu Konzentrationslager reist, um Menschen für die Gaskammern auszusuchen. Dann aber hat die Öffentlichkeit Anspruch darauf, mitzulesen, wie Dr. Mennecke frohlockt, wenn er gut geschlafen hat, bevor er zu seiner Arbeits- stätte— dem KZ— eilt. Das sehnsüchtige Liebesgestammel Felix Landaus darf und soll publiziert werden, da er zwischendurch beschreibt, wie sich seine augenblickliche Stimmung auf die Lage seiner Opfer auswirkt. Man erfährt auch, daß er— mit seiner Ge- liebten auf dem Balkon seiner Villa in Drohobycz sitzend— einen in der Nähe arbeitenden Juden erschoß, vielleicht nur, um sei- nem Trudchen zu imponieren. Man wird die vom Generalgouverneur Dr. Frank verfügten Weisungen kennenlernen und auch die scherzhaften Bemerkungen, die er gelegentlich für passend hielt— und wir werden erfahren, wie solche Direktiven auf den Gendarmeriemeister Fritz Jacob, der auf eine lange Dienstzeit ohne Fehl und Strafe zurück- blicken kann, gewirkt haben. Goebbels zieht es manchmal vor, seine Überlegungen in vorsichtige Worte zu kleiden. Die Taten von Landau, die ohne die Spekulationen des Propagandaministers undenkbar wären, sind überdeutlich. Welche Praxis der Theorie entsprach, die Hitler— Reichskanzler und Oberster Befehlshaber der Wehrmacht, Staatsoberhaupt und Führer der allmächtigen Partei in einer Person— entworfen hat, werden wir an wenigen Beispielen eindringlich genug beobachten können. Und niemand wird sich mit der Annahme beruhigen können, die Beschreibun- gen seien vielleicht übertrieben. Die Tagebücher und die Briefe vermitteln nur geringen Ein- blick in ein Geschehen, das so beispiellos war, daß sich nicht nur die Historiker noch lange mit seiner Problematik zu beschäftigen haben werden. Vielleicht ist gerade ein so schmaler Ausschnitt besser als eine zusammenfassende Darstellung geeignet, die Auf- merksamkeit auf das zu lenken, was wohl das Beunruhigendste ist: Es war möglich, daß in Mitteleuropa, im 20.Jahrhundert, jahrelang wohlorganisiert und kaltblütig Völkermord betrieben wurde. Diejenigen, die daran mitwirkten, waren in der Mehrzahl Menschen, die sich nicht grundsätzlich von ihren Mitmenschen, die keine derartigen Befehle erhalten haben, unterschieden; sie 15


