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Höhn Reinhard heute:
SS-FÜHRER UND KRONJURIST HIMMLERS
Geschäftsführender Präsident der„Akademie für Führungskräfte der Wirt- schaft“, Bad Harzburg, mit einem Jahresgehalt von 64000 DM; außerdem ist er
Geschäftsftührender Präsident der„Deutschen Volkswirtschaftlichen Gesell- schaft e.V.“
Während der Zeit des Faschismus war Höhn einer der engsten Mitarbeiter des„Reichsführers SS“ und Hauptkriegsverbrechers Himmler für staatsrecht- liche Fragen.
Im Oktober 1935 wurde Höhn Direktor des Instituts für Staatsforschung der Universität Berlin und gleichzeitig bis 1938 Abteilungsleiter 2 der Hauptabtei- lung II des SD-Hauptamtes im berüchtigten Reichssicherheitshauptamt. In die- ser Stellung zeichnete er für die totale Bespitzelung aller Berichte des öffent- lichen Lebens in Hitlerdeutschland verantwortlich.
Über die Aufgaben des Instituts für Staatsforschung schreibt Höhn am 7. Juni 1939:„Mein Institut hat von maßgebenden Staats- und Parteistellen die Aufgabe erhalten, die praktische Rechtsgestaltung im NS-Staat von der wissen- schaftlichen Seite näher zu unterstützen.”(Universitätsarchiv Berlin)
Die Erarbeitung staatsrechtlicher Grundlagen für das Okkupationsregime in den faschistisch besetzten Gebieten gehörte ebenfalls zum Aufgabenbereich die- ses Instituts. Das geht aus einer Beurteilung Höhns über seinen Mitarbeiter Hofmann hervor, der vor dem Überfall auf die Sowjetunion ein„umfangreiches Gutachten über Organisation und Aufbauprobleme der Verwaltung der UdSSR“ ausgearbeitet hatte. Dort heißt es:„Er(Hofmann—- d. Hrsg.) konnte ausgezeich- nete Lösungen der Wege und Probleme entwickeln, mit denen die deutsche Militär- und Zivilverwaltung nach der militärischen Besetzung zu rechnen hätte.“(Universitätsarchiv Berlin)
Seit 1939 arbeitete dieses Institut fast ausschließlich für Himmler. In einem Schreiben der Reichsführung-SS heißt es:„Der Direktor des Instituts für Staats- forschung an der Universität Berlin und sein wissenschaftliches Personal sind zur Dienstleistung im Rahmen der wissenschaftlichen Aufgaben des Institutes für den Reichsführer-SS und Chef der deutschen Polizei während des Krieges beordert worden.”(Ebenda)
Aus einem Arbeitsbericht Höhns vom 22. Juni 1940 geht die große Bedeu- tung dieses Instituts für den faschistischen Terrorapparat hervor:
„Auf Grund dieser Beorderung bearbeitet das Institut seit dem 1. September 1939 eine Reihe vom Reichsminister des Innern und vom Chef der Sicherheits- polizei und des SD übertragener Aufgaben. Bisher sind zur Erledigung gelangt: 1 Entwurf eines Gesetzes mit ausführlicher Begründung,
3 Entwürfe von Verordnungen mit ausführlicher Begründung,


