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Zeit. Durch sein radikales faschistisches Auftreten machte er sich bei den Nazi- Behörden bemerkbar und spekulierte auf eine große Karriere. Er unterschrieb beispielsweise 1936 einen Brief an den Studienassessor Pülke und drohte ihm „andere Maßnahmen” für den Fall an, daß nicht in den nächsten Tagen das Zentralorgan der SS„Das Schwarze Korps“ im Katholischen Studentenheim in Münster ausgelegt würde.
Im Jahre 1937 meldete sich von der Heydte freiwillig zur faschistischen Wehrmacht. Als Leutnant nahm er am Überfall auf Frankreich teil. Für seine barbarische Kriegsführung als Kommandeur einer Fallschirmjägereinheit er- hielt er 1941 von Göring das Ritterkreuz und für seine Kriegsverbrechen in der Sowjetunion, besonders vor Leningrad, das„Deutsche Kreuz in Gold.”
Im Jahre 1944 kam für den inzwischen zum Oberstleutnant beförderten von der Heydte die große Stunde. Während der faschistischen Ardennenoffensive leitete von der Heydte den Sprungeinsatz der Fallschirmtruppen. Bei diesen Einsätzen kamen noch kurz vor Ende des Krieges Tausende deutscher Soldaten ums Leben. Selbst der eingefleischte Militarist und heutige Leiter der„Kame- radschaft Frankfurt“ des„Bundes ehemaliger Fallschirmjäger”, K. H. Wilhelms, bestätigte die militärische Sinnlosigkeit der Ardennenoffensive und die barba- rische Truppenführung von der Heydtes:„Obwohl er schon vorher klar erken- nen mußte, daß dieser Einsatz eine Katastrophe werde, führte er den Befehl ohne Rücksicht durch....“.(„Frankfurter Neue Presse“, 21. September 1954)
Von der Heydte, der deutsche Soldaten rücksichtslos in den Tod jagte, brachte sich selbst in Sicherheit und wurde von Hitler mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz dekoriert. Obwohl es von der Heydte mehrfach geleugnet hat, geht aus den im Bayrischen Justizministerium liegenden Dokumenten eindeutig her- vor, daß er eifriges und aktives Mitglied der SS war.
EIN SCHREIBTISCHMÖRDER Studienleiter an der„Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie des Industrie-
bezirkes Bochum“; führender Volkswirtschaftler in der„Schlesischen Lands- mannschaft“
Seraphim stammt aus einer Familie, die sich seit Generationen mit der„wissen- schaftlichen“ Begründung der Eroberungspolitik des deutschen Imperialismus beschäftigt.
1937 wurde er in Königsberg Dozent und Stellvertretender Direktor des In- stituts für osteuropäische Wirtschaft. Dieses Institut unterstand nominell der Königsberger Universität, betrieb in Wirklichkeit jedoch Spionage- und Wühl- tätigkeit in den osteuropäischen Nachbarstaaten. 1941 rief man Seraphim an die
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