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Braunbuch : Kriegs- und Naziverbrecher in der Bundesrepublik ; Staat, Wirtschaft, Armee, Verwaltung, Justiz, Wissenschaft / Herausgeber: Nationalrat der Nationalen Front des Demokratischen Deutschland
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Als der Überfall auf die Sowjetunion unmittelbar bevorstand, erschien der| 4

FilmKopf hoch, Johannes. Er verherrlichte die faschistische Jugenderziehung Theodı und sollte Deutschlands Jugend für den Kampf gegen die Sowjetunion reif eu machen. Mitautor des Drehbuches war wiederum Felix von Eckardt. Bezeic- nend für die Zielstellung dieses Filmes ist folgender Dialog:

Eine neue Zeit ist gekommen, für uns alle! Jeder muß bereit sein, einzı- stehen für Führer und Reich: Wenn einer von uns Iallen sollt, der andere stelt für zwei, denn jedem Kämpfer gibt ein Gott den Kameraden bei.(Goebbel;- Journalisten in Bonner Diensten, Nationalrat der Nationalen Front, Berlin 1962)

Ebenfalls im Jahre 1941 erschien der FilmMenschen im Sturm. Er behar- delte dasSchicksal der deutschen Minderheit in Jugoslawien und rechtfertigte den militärischen Überfall Hitler-Deutschlands alsBefreiung der Volksdeu- schen. Zwei Stellen aus dem Textbuch mögen die Absicht von Autor- u.«. Felix von Eckardt- und Produzent verdeutlichen:

Serben, das sind ja keine Menschen. Diese Hunde!... Die Serben werden noch alle Deutschen wegschleppen. Sie werden noch alle umbringen. Warum? Danach fragen sie nicht, die Hunde!.... Den Schmied haben sie auch schon- schossen...(Goebbels-Journalisten in Bonner Diensten, Nationalrat der Natic- nalen Front, Berlin 1962) An anderer Stelle wird gefordert:Wir müssen in Europa alle Grenzen einreißen!(Ebenda)

Im Jahre 1942 erhielt Eckardt vom Goebbels-Ministerium für den FilmDi Entlassung, der die reaktionäre Politik Bismarcks verherrlichte und Hitler d: facto als Vollstrecker des Bismarckschen Erbes feierte, das PrädikatFilm der Nation. Im Jahre 1961 wurde dieser faschistische Streifen in Bonn wieder auf geführt.

Nach 1945 verboten die alliierten Behörden zunächst alle Filme von Eckard. Die Karriere dieses Mannes konnte jedoch nicht unterbrochen werden. Nach dem er kurze Zeit als Chefredakteur desWeser-Kurier tätig war, ernannte ihn Adenauer 1952 zum Leiter des Presse- und Informationsamtes der Bundesregie- rung im Range eines Staatssekretärs. 1955/1956 war er westdeutscher Beob: achter bei der UNO, kehrte aber bald wieder ins Presse- und Informationsant zurück. 1962 erhielt Felix von Eckardt die höchste westdeutsche Auszeichnung: Das große Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterband. Nach dem Kanz lerwechsel im Jahre 1963 entsandte Erhardt ihn in die Frontstadt Westberlin. Er versprach sich von diesem Nazi eine straffere Anleitung der illegal in West berlin etablierten Bundesbehörden und eine bessere Überwachung des West berliner Senats, um damit die Grundlagen für verstärkte Provokationen gegen die DDR zu schaffen.