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Globke war an der Ausarbeitung der 11. Verordnung zum Reichsbürger- gesetz vom 25. November 1941 beteiligt. Diese Verordnung schuf die gesetz- liche Grundlage für die rücksichtslose Verfolgung und Vernichtung aller jü- dischen Menschen.
Innerhalb des Reichsinnenministeriums arbeitete Globke das nazistische Staatsangehörigkeitsrecht aus, das den Okkupationsbehörden die Richtlinien für die„Germanisierung” oder Ausrottung ganzer Volksgruppen lieferte. Er ver- anlaßte, daß die Masse der Bürger der okkupierten Staaten zu„Schutzange- hörigen“ oder„Protektoratsangehörigen“ degradiert wurde. Für Polen erfolgte dies durch die von Globke ausgearbeitete„Verordnung über die Deutsche Volks- liste und die deutsche Staatsangehörigkeit in den eingegliederten Ostgebieten”. Ähnliche Gesetze erarbeitete Globke für die Tschechoslowakei, Litauen, Frank- reich, Belgien, Luxemburg und Jugoslawien.
Für seine Verdienste um die Durchsetzung der Ziele des Nazi-Staates wurde Globke mehrfach befördert und er erhielt hohe Orden und Auszeichnungen.
In der Bundesrepublik konnte dieser Mann zum ranghöchsten und mächtig- sten Beamten avancieren. Als graue Eminenz im Bundeskanzleramt hatte er seine Hand immer und überall dort im Spiele, wo gegen die demokratischen Freiheitsrechte vorgegangen wurde. Er lancierte mit Hilfe des 131er Gesetzes belastete Nazi-Beamte— seine Gesinnungsfreunde von einst— in höchste Posi- tionen des Bonner Staates.
INVUERORSEINSCERIS’ELSICEIEIRZEWEHTEZIERTEITIVIER, „Bevollmächtigter der Bundesregierung“ in Westberlin
Unmittelbar nach Hitlers Machtantritt im Jahre 1933 wurde Felix von Eckardt Drehbuchautor für Spielfilme. Bis 1945 schrieb er 19 Drehbücher oder war ihr Mitautor. Im Jahre 1936 wurde der antisowjetische Film„Weiße Sklaven“(Pan- zerkreuzer Sewastopol) aufgeführt. Über die Tendenz und den Charakter dieses Streifens, dessen Mitautor von Eckardt war, gibt folgende Rezension Auskunft:
‚Da krachen Schüsse, in der rasenden Garbe des Maschinengewehrs, das ver- hetzte Matrosen auf der Schanze in Stellung gebracht haben, brechen unbewaft- nete Offiziere und wehrlose Frauen zusammen. Blitzschnell fegt der Mord- terror der roten Revolte über Stadt und Hafen, brutal und hemmungslos alles dahinschlachtend, was nur irgendwie verdächtig erscheint... Ein Film, der durch seine packende Gestaltung bis zum letzten Meter fesselt und der manchen Unbelehrbaren im In- und besonders im Ausland die Augen über die bolsche- wistische Weltpest öffnen dürfte.”(„Potsdamer Tageszeitung‘, 16./17. Januar
1937)


