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Braunbuch : Kriegs- und Naziverbrecher in der Bundesrepublik ; Staat, Wirtschaft, Armee, Verwaltung, Justiz, Wissenschaft / Herausgeber: Nationalrat der Nationalen Front des Demokratischen Deutschland
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drei Nachfolgegesellschaften der IG-Farben zahlte für das Wirtschaftsjahr 1963 eine Dividende von 18 Prozent und wies in der Bilanz einen Gewinn von 144 Millionen DM aus.

Die Farbwerke Hoechst zahlten 139 Millionen und die Farbenfabriken Bayer 150 Millionen DM an ihre Aktionäre.

Die aus den Bilanzen zu errechnende Mindestsumme der wirklichen Rein- gewinne betrug nach den Angaben des Deutschen Wirtschaftsinstituts allein bei den drei großen Stammgesellschaften der IG-Farben im Jahre 1963 1782 Millionen DM. Somit stecken die gleichen Konzernherren, die unter Hitler Milliarden Profite zusammenrafften, auch heute Milliarden in die Taschen.

Der Einfluß und die Macht dieser Konzernherren haben einen Grad erreicht, den die westdeutsche regierungstreue bürgerliche WochenzeitungChrist und Welt alsDie totale Macht der hundert Männer charakterisiert, die voll des sozialen Sprengstoffs ist:

Zusammengerechnet sind es 94 Männer, die in der kombinierten Funktion als Vorstände und Aufsichtsräte den Kern der westdeutschen Wirtschaft be- herrschen. Sie sind als Kollektiv nur sich selbst verantwortlich...(Christ und Welt, 4. September 1964)

Fragt man, wer diese Männer sind und wie sie heißen, so erhält man eine erschreckende Antwort: Es sind zum überwiegenden Teil die gleichen Personen wie vor 1945, ja, es sind jene Kriegsverbrecher, die nach dem Urteil der Völker entmachtet und bestraft werden sollten.

Nur einige der Rüstungsindustriellen wurden vom amerikanischen Militär- gericht zu geringen Strafen verurteilt, die sie Dank der Fürsprache der Bonner Regierung nicht einmal abzusitzen brauchten. Heute gehören die Hauptverant- wortlichen für die Kriegs- und Naziverbrechen, die IG-Farben-Direktoren, Flick, Krupp und andere Rüstungsindustrielle, zu den mächtigsten Männern Westdeutschlands. Über die von ihnen dirigierten Unternehmerverbände be- stimmen sie maßgeblich die revanchistische und aggressive Innen- und Außen- politik des Bonner Staates. Ohne ihre Zustimmung erfolgt keine wesentliche Entscheidung der westdeutschen Regierung.

Im Bundesverband der Deutschen Industrie(BDI), der Nachfolge-Organi- sation des faschistischenReichsverbandes der Deutschen Industrie, sind 38 Spitzenverbände vereinigt. Zu ihnen gehören rund 400 Fachverbände. Prä- sident des BDI ist Fritz Berg, ein mittlerer Unternehmer Westfalens, der 1949 seinen Namen hergeben mußte, um die damals bereits perfekte Restaurierung der Herrschaft der Rüstungsmonopole zu verschleiern. Zu den Vizepräsidenten zählen Wilhelm Alexander Menne, Vorstandsmitglied der Farbwerke Hoechst AG(IG-Farben), Otto A. Friedrich, Vorstandsvorsitzender der Phoenix- Gummiwerke AG und Aufsichtsrat der Benzin-Petroleum GmbH, sowie Hans-