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Braunbuch : Kriegs- und Naziverbrecher in der Bundesrepublik ; Staat, Wirtschaft, Armee, Verwaltung, Justiz, Wissenschaft / Herausgeber: Nationalrat der Nationalen Front des Demokratischen Deutschland
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Außer den Zahlungen für die Hitler-Spende machten die Rüstungsmonopole große finanzielle Zuwendungen an die SS und andere Organe des nazistischen Terrorapparates.

Zu den eifrigsten Geldgebern und Förderern der Nazi-Partei zählte Friedrich Flick. Neben ständigen Zahlungen an den sogenannten Freundeskreis Himm- ler sie machten jährlich über 100000 RM aus- zahlte Flick große Summen zur Adolf-Hitler-Spende sowie an die örtlichen Stellen der Nazi-Partei. So über- wies z.B. das zu seinem Konzern gehörende Stahlwerk Riesa in der Zeit vom 24. Februar 1933 bis Ende 1934 über 34000 Reichsmark an örtliche SA- und SS-Verbände. Nach der Unterzeichnung des Münchner Abkommens am 30. Sep- tember 1938 sicherte der Vorstandsvorsitzende der IG-Farben, Hermann Schmitz, Hitler weitgehende finanzielle Unterstützungen zu:

Unter dem Eindruck der von Ihnen, mein Führer, erreichten Heimkehr Sudetendeutschlands ins Reich, stellt Ihnen die IG-Farbenindustrie Aktien- gesellschaft zur Verwendung für das sudetendeutsche Gebiet einen Betrag von einer halben Million Reichsmark zur Verfügung.(Nürnberger Prozeb, Fall VI, Prozeß gegen Carl Krauch und andere Vertreter des IG-Farben-Konzerns, Dok. NI1 2795, im folgenden: NG IG-Farben-Prozeß Siehe Tafel 14)

Insgesamt stellte der IG-Farben-Konzern(ohne Tochtergesellschaften) der Hitler-Clique in den Jahren von 1933 bis 1945 über 84 Millionen Reichsmark zur Verfügung.

Die Einflußnahme der Rüstungsmonopole beschränkte sich aber keineswegs auf finanzielle Zuwendungen an das Nazi-Regime. Sie fand ihre Krönung in der engen personellen Verflechtung der Monopol- und Bankbeauftragten mit dem faschistischen Staat. Vertreter der mächtigsten Konzerne waren in allen zentralen Regierungsstellen zu finden. Sie nahmen dort Schlüsselstellungen ein.

So war auch der Aufsichtsratsvorsitzende der IG-Farbenindustrie AG, Carl Krauch, gleichzeitigGeneralbevollmächtigter für Sonderfragen der chemischen Erzeugung und Leiter desReichsamtes für Wirtschaftsausbau. In dieser Funktion war er praktisch der staatliche Befehlshaber über die gesamte che- mische Industrie Hitler-Deutschlands. Führende IG-Direktoren nahmen eben- falls Funktionen im faschistischen Machtapparat ein, z.B. in der Deutschen Arbeitsfront(Christian Schneider), im Auswärtigen Amt(von Maltzan), im Ost- ministerium(Felix Prentzel), im OKW Abwehr Inland(Christian Schneider, Hauptwehrbeauftragter der IG-Farben), im Rüstungsministerium(Ambros, Bütefisch und Wurster), in der Reichsbank(Schmitz), in der Reichsgruppe Indu- strie(Schmitz), im Wirtschaftsministerium(E.R. Fischer), im Länderausschuß für Afrika und Sowjetunion(W.R. Mann als Vorsitzender), im Sonderausschuß für Südost-Europa und Ungarn(Ilgner und Reithinger als Vorsitzender), im Wehrwirtschaftsstab Thomas(Krüger und von der Heyde).