ER Beh Bi
sich entweder den Partisanengruppen der Volksgarde anschlossen oder be- sondere jüdische Partisanentrupps(z.B. den Emilia-Plater-Trupp, den Berko-Joselowicz-Trupp, den Bar-Kochba-Trupp, den Trupp der Getto- verteidiger, den Trupp ‚‚Vorwärts“ u.a.) bildeten. Es entstanden auch ver- einzelt sogenannte Familienlager, deren Ziel es war, die jüdische Zivil- bevölkerung- Greise, Frauen und Kinder-, die aus Gettos oder Lagern ent- flohen waren, zu retten.
Die jüdische Widerstandsbewegung im polnischen Gebiet entstand und ent- wickelte sich unter besonders schwierigen Bedingungen. Es war eine Wider- standsbewegung fast ohne Hinterland, von aller Welt isoliert. Die größte Sorge der Aufständischen bestand darin, Waffen zu beschaffen, Verbindungen mit der polnischen Widerstandsbewegung anzuknüpfen; dies war außer- gewöhnlich erschwert sowohl dadurch, daß das illegale Polen in zwei, eine Zeitlang sogar in drei miteinander in Streit stehende Lager zersplittert war, als auch dadurch, daß unter der polnischen Bevölkerung antisemitische Stim- mungen herrschten, die von den Hitlerleuten noch geschürt wurden.
Die Kämpfe der jüdischen Widerstandsbewegung in den besetzten polnischen Gebieten, und besonders der Aufstand im Warschauer Getto, fanden ein breites Echo nicht nur in Polen, sondern auch weit über die Grenzen hinaus. Die jüdische Widerstandsbewegung war bestrebt, die demagogisch-verbreche- rische Politik der Hitlerleute zunichte zu machen, die darin bestand, die Wachsamkeit der Juden zu lähmen und sie ohne größere eigene Verluste, ohne jeglichen Widerstand und ohne großes Aufsehen zu erregen, vollständig zu vernichten. Dies gelang der jüdischen Widerstandsbewegung erst während der letzten Etappe der Vernichtung im Jahre 1943.
Die Widerstandsbewegung der polnischen Juden hatte eine hervorragende - sowohl militärische als auch moralische— Bedeutung. Die bewaffneten Kämpfe in den Gettos und in den KZ-Lagern und die Kämpfe der Partisanen- bewegung haben verhältnismäßig große Kräfte des Okkupanten gebunden. Dadurch war der Okkupant gezwungen, größere Gruppen der SS, der Polizei und sogar der Wehrmacht aus anderen Gebieten abzuziehen und sie in be- stimmten Widerstandszentren zu konzentrieren.
Bewaffnete Aufstände jüdischer Häftlinge in den Vernichtungslagern(z. B. in Treblinka und in Sobibor) zwangen die Okkupationsbehörden zur sofortigen Auflösung dieser Lager. Sie befürchteten nämlich, die geflohenen Häftlinge könnten der Welt die grausame Wahrheit über den Völkermord sagen, der in diesen riesigen Mordstätten betrieben wurde. Sie befürchteten auch das An- wachsen der Widerstandsbewegung, deren Kern eben die illegalen Organi- sationen in diesen Lagern waren. Denn diese Organisationen standen mit den Partisanengruppen der Umgebung in Verbindung.
Den größten Umfang nahm die jüdische Widerstandsbewegung im Jahre 1943 an. 1944 waren nur noch kleine Reste übrig— wenige, ausgeblutete Partisanentrupps und die letzte Gruppe der Jüdischen Kampforganisation des Warschauer Gettos, die sich auf der ‚‚arischen‘‘ Seite Warschaus verbarg.
24
En
# RR ET i BENBRRHLBBRULGERBERERRLGLIEL ORIGINALE KERIEHLUNEN REN
W


