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Der Raub des Besitztums wurde besonders durch die Deportation der Juden und ihre Einweisung in die Gettos erleichtert. Bei den Aussiedlungen mußten die Juden ihr ganzes bewegliches und unbewegliches Vermögen und sogar teilweise ihre persönliche Habe in den Wohnungen zurücklassen. Infolge- dessen waren die Juden schon lange vor ihrer physischen Vernichtung des erößten Teils ihres Vermögens beraubt.
Die Lage der beraubten und aus dem Wirtschaftsleben ausgeschalteten Juden war um so schwerer, als der Okkupant für sie die Zwangsarbeit einführte. Offiziell wurde die Zwangsarbeit erst in der zweiten Oktoberhälfte 1939 ver- fügt, faktisch aber wurde davon schon vom Anfang der Okkupation an all- cemein Gebrauch gemacht. Viele deutsche Militär-, Polizei- und Verwaltungs- behörden beuteten jüdische Arbeitskraft bei verschiedenen Ordnungs-, Transportarbeiten und anderen Hilfsleistungen aus. Die Zwangsarbeiter verschaffte man sich durch Straßenrazzien oder durch die Judenräte, die man tägliche Arbeiterkontingente zusammenzustellen zwang.
Der Arbeitszwang, von dem die ganze jüdische Bevölkerung betroffen wurde, hatte auch noch andere Formen. Als erstes müssen hier die geschlossenen Arbeitslager für Juden erwähnt werden— hauptsächlich die im Gebiet von Lublin und im sogenannten Wartheland— und der Einsatz von jüdischen Arbeitskräften in deutschen Rüstungs- und Militärbetrieben. Die Häftlinge der Arbeitslager wurden beim Straßenbau, bei Befestigungs- und Meliorations- arbeiten beschäftigt. In diesen Lagern waren die Wohnungs-, Verpflegungs- und sanitären Bedingungen geradezu schrecklich und das Lagerregime grau- sam. Auf genau die gleiche unmenschliche Weise wie in den Lagern beutete man die jüdischen Arbeiter aus, die in den deutschen Getto-Betrieben ar- beiteten. Besonders schwer waren die Bedingungen im Lodscher Getto, welches faktisch zu einem riesigen Zwangsarbeitslager gemacht wurde. Außerdem wurde ein bedeutender Teil der Arbeiter täglich unter Geleit aus den Gettos in verschiedene Betriebe sowie Militär- und Polizeidienststellen zur Arbeit eeführt. Aus der Zwangsarbeit der Juden, die auf verschiedene Art ausgebeutet wurden, zogen sowohl deutsche Unternehmungen als auch die örtlichen Okkupationsbehörden riesige Gewinne.
In der Periode der Massendeportationen von Juden in die Vernichtungslager änderte sich der Charakter der jüdischen Zwangsarbeit vollkommen. Einen Teil der Bevölkerung, den man auf Grund einer vorher durchgeführten Auslese für die deutsche Kriegswirtschaft am Leben gelassen hatte, führte man in die unter unmittelbarer Verwaltung der SS stehenden Arbeitslager über. All- mählich wurden die Insassen dieser Lager in einigen Zentrallagern undeiner Anzahl kleinerer Lager konzentriert, wohin mitsamt den Arbeitern auch Maschinen und Fabrikeinrichtungen aus den Gettos gebracht wurden. Von dem sklavischen Charakter der Arbeit der Juden besonders in dieser Periode zeugen folgende bezeichnende Fakten: Die Arbeiter trugen Nummern, waren kaserniert, durften keinen persönlichen Besitz haben, waren nach Geschlech- tern getrennt, unterlagen strengen Vorschriften, und für die Ausbeutung ihrer
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