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Faschismus - Getto - Massenmord : Dokumentation über Ausrottung und Widerstand der Juden in Polen während des Zweiten Weltkrieges / herausgegeben vom Jüdischen Historischen Institut Warschau. Ausgewählt, bearbeitet und eingeleitet von Tatiana Berenstein, Artur Eisenbach, Bernard Mark und Adam Rutkowski
Entstehung
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Lodscher Gettos. Die Warschauer Juden- etwa 400000- sollten von den Okkupanten schon Ende 1939 in einem Getto isoliert werden. Aus ver- schiedenen politischen Gründen jedoch begannen die Deutschen erst Ende August 1940 damit, ein Getto in Warschau zu bilden.

In der zweiten Hälfte des Jahres 1940 und der ersten Hälfte des Jahres 1941 wurden in den verschiedenen Distrikten mehr oder weniger isolierte Gettos geschaffen; die Deutschen stützten sich dabei auf die am 13. September 1940 vom Generalgouverneur erlassene Verordnung und die vom gleichen Tage datierten Durchführungsbestimmungen über das Verwaltungsstrafverfahren, Die Zeit der Entstehung und der Charakter des Gettos war von verschiedenen örtlichen Ursachen, u.a. auch von wirtschaftlichen Belangen abhängig. Manche Gettos wurden erst 1942 gebildet, also kurz vor Deportation der gesamten in der betreffenden Ortschaft ansässigen Juden, andere wiederum erst nach der Vernichtung eines Teiles der Juden aus der gegebenen Ortschaft. Die letzteren Gettos sind eigentlich als Zwangsarbeitslager zu betrachten. Nach den Liquidierungsaktionen wurden viele Gettos völlig aufgelöst, und die kleinen Reste der für die Okkupationsbehörden arbeitenden Juden, die in manchen Gettos noch geblieben waren, wurden in andere Gettos überführt. Auf diese Weise wurde die Zahl der Gettos in den Distrikten und Kreisen erheblich verringert, weil die jüdische Bevölkerung stärker konzentriert wurde. Und schließlich wurde vom Höheren SS- und Polizeiführer im General- gouvernement ab 1. Dezember 1942 für jeden Distrikt eine bestimmte Zahl von Restgettos eingerichtet, deren Aufgabe es war, die über das ganze Gebiet des besetzten Polens zerstreuten Reste der jüdischen Bevölkerung zusammen- zufassen, um so ihre endgültige Vernichtung zu erleichtern.

Die Gettos, in denen die Wohnungs-, Verpflegungs- und sanitären Bedingungen katastrophal waren, wurden de facto zu einem Instrument der Vernichtung von Juden. Die Gettobevölkerung, des größten Teils ihres Vermögens und ihrer Erwerbsmöglichkeiten beraubt, in den ärmsten, dichtgedrängten Vierteln der Städte zusammengepfercht, mit dem Lebensnotwendigsten unter der Minimalgrenze versorgt, auf die niedrigste Stufe des Vegetierens hinab- gestoßen, wurde durch Hunger, Krankheiten und Epidemien dezimiert. Davon zeugen die hohen Sterblichkeitsziffern, besonders in den größeren Gettos(Warschau und Lodsch).

Bei der Vorbereitung ihrer gegen die benachbarten Staaten und Völker ge- richteten Aggressionspläne vertraten die Naziführer die Ansicht, daß die für Aufrüstung und Krieg notwendigen Kosten von den unterjochten Völkern selbst zu tragen seien. Massenhafte Requisitionen und Kontributionen, Raubwirtschaft und Ausbeutung der Arbeitskräfte in den besetzten Ländern verschafften dem deutschen Imperialismus riesige Gewinne und ermöglichten dem Dritten Reich, den Krieg weiterzuführen. Mit besonderer Brutalität praktizierte der Faschismus diese Raubpolitik gegenüber der jüdischen Be- völkerung. Schon vor dem Ausbruch des zweiten Weltkrieges beschlagnahmte man jüdisches Eigentum in Deutschland, im besetzten Österreich und in der

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