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sionen. Warum versuchte man nicht, hinter diese Fassade zu schauen? Nur ein Blick hinter diese betrügerischen Kulissen, und sie hätten es bemerken müssen, alles was nicht schön anzusehen war, wie Kranke, Verrückte, vor Hunger Sterbende, alte Leute auf den Böden und in den Kellern versteckt.
Die Tatsache bleibt bestehen, daß unschuldige, hilflose Menschen
hingemordet wurden, ohne jedwede Hilfe von außen. Vor den Augen
der ganzen Welt geschah das, sie wandte sich zwar schaudernd ab,
nahm es aber hin als unabänderliche Forderung dieses Krieges, nahm
dieses Opfer hin, schweigend. Die Flammen schrien, die Flammen der hundert Verbrennungskamine schrien mit Frauen- und Kinderstimmen, züngelten auf bis zum Himmel, um dann erst zu erlöschen, wenn eben nichts mehr Lebendes da war, mit dem sie genährt werden konnten.
Wir, wir hätten sie selber löschen sollen. Wir hätten aufbegehren sollen gegen so viel böse Kraft wie uns heute Herr X, der gemütlich aus weiter Ferne mit einem Tränchen im Auge vieles gehört, vorwurfsvoll sagt und es war nicht einmal eine waffenstrotzende Welt dazu imstande, versuchte es nicht einmal.
Oh, es ist viel geschehen, viel versucht worden von armen, gefan- genen Menschen.
Menschen, Gefangene, versuchten heroisch die Gaskammern in Ausschwitz zu sprengen. Es mißlang, mußte mißlingen ohne Hilfe von außen. Es opferten sich viele für diese Aufgabe, es war umsonst.
Sie konnten nicht verhindern, daß nach diesem Versuche dieses Ver- nichtungswerk anschwoll bıs ins Unermeßliche Es wurden in den Mona- ten September. Oktober 1944 täglıch innerhalb von 24 Stunden manch- mal bis 30000 Menschen verbrannt. Ich weiß- die Herren X aus Kalkutta, Brasilien usw. sind nicht zufrieden, denn für dieses Trän- chen wollen sıe auch etwas haben, Heldentum und Autopferung und wie noch all diese anderen schönen Filminhalte heißen. ın denen er sich herrlich über sıch hinaus schweben sieht, über seine kleıne, enge Seele.
Die Menschen sind alle mehr oder weniger Herren X, erst starkes eigenes Erleben ist imstande, sie zu wandeln, sie zu erwecken aus dieser tödlichen Lethargie. Menschen sind keine Helden, und noch weniger gefangene Menschen, in denen unter diesem Drucke langsam jeder Glaube zu irgend etwas ersterben muß. Jeder einzelne hat all zu tief
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