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Kinder töten, das ist unmöglich, vielleicht Kranke, Alte, aber Kinder—
Dann eine andere Mutter— sie hatte einen 15jährigen Jungen— auch so ein Gesicht und ich höre es immer noch,
so ein hilfloses Hüsteln, kein Weinen.
Keiner weinte, wir waren wie erstarrt vor Entsetzen und doch wußten wir nichts Genaues und glaubten es nicht.
Unserem Bette gegenüber wohnte eine Alteingesessene, sie war in der Küche beschäftigt. Wenn sie von dort kam, zog sie von überall Margarine und Wurst in Haufen heraus, setzte sich hin, schaute uns
böse an und fraß wie ein Automat. Einige von uns mußten hysterisch lachen, als sie sie so fressen sahen.
Sie schrie uns zu:„Ihr habt gar nichts zu lachen— in der Nacht, als Ihr ankamt, brannte der Kamin die ganze Nacht—“.
Wir riefen:„Glaubt ihr nicht, glaubt ihr nicht, das ist ja nur eine böse Hexe.“
Wir hörten wie sich zwei miteinander unterhielten:„Berge von 8 Leichen gab es wieder einmal“.
Die Hexe gegenüber fraß und fraß und dazwischen sprach sie halb zu sich selbst, halb zu uns:„Alle kommen wir in den Kamin, auch
\ Ihr eingebildeten Ziegen“.
Daraufhin eine von uns:„Wir kommen doch in ein Arbeitslager“
„Arbeitslager— wer weiß davon, wer hat es schon gesehen? Wir hier
in Auschwitz glauben nicht daran, ob dies oder jenes, alles geht in
den Tod. Sie werden rufen: eins, zwei, drei lauft,[hr werdet laufen
‚und sie werden euch von hinten niederknallen. So habe ich es selbst ‚in Polen erlebt“.
Wir fühlten, wie sich uns die Haare sträubten vor Entsetzen, eine innere Panik sıch unserer bemächtigte.
Um uns das Geschrei, uns gegenüber das hexenhaft böse Gesicht, das Ganze in einem Halbdunkel.
Wir kämpften mit allen unseren Kräften gegen dieses Grauen, das sich nun unserer bemächtigte und uns an der Kehle würgte.
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