Druckschrift 
Eine Frau erzählt / Grete Salus
Entstehung
Seite
25
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Ich habe Angst vor den Menschen

anken

1 nach j Männer in gestreiften Uniformen sagten uns, daß wir nun hier bis :Don-"4 zum Morgen warten müßten. Was dann, darüber zuckten sie nur die d der"4 Achseln mit der beruhigenden Antwort:Das weiß hier niemand, was tlinge)| dann weiter mit ihnen geschieht. Solch rätselhafte unheimliche Ant- soffen. IA worten sollten wir noch viele bekommen. Diese Männer machten hier önnen,"4 Dienst und sortierten die von uns mitgebrachten Kleider und andere drin U I Dinge. Immer einmal tauchte einer von ihnen auf, in der Hand eine Drau U| Hose oder ein anderes Wäschestück. Wir stürzten uns wie die wilde ns zum"| Meute auf ihn, um dann neidvoll auf diejenigen zu blicken, die es erran-

| en; gen. Ich erkämpfte mir einen Socken, so besaß ich einen Strumpf und

pazier-©| einen Socken. Keiner von uns merkte, daß er Hunger hatte, n.üde war da oder ihm irgendetwas weh tat. Jeder war stolz auf sein Beutestück Augen und hatte ganz vergessen, daß er vor einigen Stunden noch etwas mehr al zu©| besaß. Es gab natürlich welche, die sich an all dem nicht beteiligten, wußte verzweifelt oder apathisch am Boden hockten. Eine Kameradin brach

Breslau"| Zusammen, sie hatte infolge all dieser Strapazen und Aufregungen einen dürfen\) Abortus, durch den sie zu all dem Leid noch viele Schmerzen ertragen urien. 273

, diese#

| mußte. Letzten Endes rettete er ihr aber das Leben. Drei schwangere

| | an| kamen später nach Bergen-Belsen, wo sie und die Kinder a Ja| starben. hen wir| Eines der Mädchen schrie auf:Unsere Männer. Und so war es, en und I durch die Glastür, die zum Vorraum führte, sahen wir Männer unseres 25 alles"} Transportes. Jede drängte zur Tür, die, die nicht sehen konnten, fragten ur sen| ‚die Vornestehenden, drängten und drängten und drohten so die Türe Fe.| ‚einzudrücken vor lauter Eifer. Einigen gelang es auch hinauszugelangen ö Ri| ‚und mit den Männern sogar mit dem eigenen Manne, einige Worte nd ein ‚zu wechseln. Ich konnte meinen Mann nicht entdecken. Wir trösteten ich aM|Huns damit, daß die anderen eben noch im Bade seien. Schon stellte sich Gewicht'eine Wache vor die Tür und verstellte uns jede Sicht. Eine der Frauen gsyoller.|weinte bitterlich, ihr Mann hatte sie nicht erkannt. Später behaupteten ng biet NT leinige, meinen Mann unter den anderen gesehen zu haben, und diese . Behauptung gab mir für die kommende Zeit viel Kraft.

sh,.dd©) Und wieder große Unruhe und Bewegung:Gas. Sie werden uns

m lage hier vergasen. Von wo es kam, wer es sagte, niemand wußte es und

unter dem Drucke dieses zermürbenden Wartens verdichtete es sich

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