Was bedeutete„Weisungswagen“? Weisung, das hatte auch in The- resienstadt einen üblen Klang.. Man hatte die Erfahrung gemacht, daß Menschen, die als Weisung gingen, spurlos verschwanden. Von den anderen kamen doch hie und da Karten, entweder offiziell oder Kurier oder schwarz. Diese Kurierpost war natürlich nur Verschleierung und wurde gerne praktiziert. Von den ersten Transporten im September, Oktober 1944 kamen sogar Karten aus verschiedenen deutschen Städten und das beruhigte außerordentlich. Die schwarzen Nachrichten waren immer so verklausuliert, daß man nie recht klug daraus wurde und ihnen verschiedene Bedeutung gab, ganz das Gegenteil der beabsichtig- ten Informationen.
Heute erfahre ich, daß einmal ein ganz ausführlicher Bericht über die furchtbaren Geschehnisse in Auschwitz ins Ghetto kam. Er wurde so ge- heim gehalten, daß niemand etwas davon erfuhr, und man nur darüber munkelte. Gerüchte gab es allzu viele in Theresienstadt, diese Flüster- propaganda in gutem und schlechtem Sinne machte die Atmosphäre undurchsichtig und verstrickte die Menschen so unentwirrbar, daß sie nur das glaubten, was sie glauben wollten.
Wir erfahren es ja heute noch, daß dies alles auch jetzt noch in vielen Ländern nicht geglaubt wird, obwohl doch die Zahlen schwarz auf weiß nur eine allzu deutliche Sprache sprechen. Man will es nicht glau- ben, die Konsequenzen, die man aus diesem Wissen ziehen müßte, wären zu einschneidend und beschämend. Die sechs Millionen Menschen sind eben nicht mehr, und es sieht so aus, als wenn man in einiger Zeit leugnen würde, daß sie jemals existiert haben.
Als Weisungen gingen Ghettoinsassen, die im Ältestenrat waren odeı irgendeinen verantwortungsvollen Posten bekleideten, der sie in engen Kontakt mit der deutschen Kommandostelle brachte. Diese Menschen wußten zu viel, ihren Tod konnte man nicht dem Zufall überlassen. Deshalb wurden sie auch geschlossen in Weisungswagen, mit einer amt- lichen Liste versehen, nach Auschwitz gebracht.
Wir anderen waren namenlos, ja wir hatten nicht einmal eine Trans- portnummer. Ein Arzt, ein sehr guter Freund meines Mannes, fuhr mit dem Weisungswagen des Transportes, und mein Mann war sehr beun- ruhigt über diese Tatsache. Daß man auch auf andere Weise denselben Weg gehen konnte, dieser Gedanke kam uns nicht.
16
| |
Mit u sen— al Ausland zurückbl
Es wa | nach unt | für die V Ü einer un einige 1. © überstan« weil sie z
sahen.
2 Vond "lebte kei
L schen un
i 4 noch, gla
"mehr, für innen ga Von ui witz, den
- Waren wii
lufg, so
Ich fan Noch im sepackt, e könnte, Auch wäh, Deiden vie Örperlich
Eine Frauen


