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Eine Frau erzählt / Grete Salus
Entstehung
Seite
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das man losgehen konnte, da hatte es noch keine Gestalt und keine Wirklichkeit. Da hätten wir noch gekämpft und wären ehrenvoll unter- legen.

Später hatte man leichtes Spiel mit uns, wir wurden Marionetten in einem fürchterlichen Puppenspiel. Wir wurden meisterhaft in Bewegung gesetzt und gegeneinander ausgespielt. Auch die Besten von uns wurden endgültig hereingezogen in dieses frevelhafte Spiel und wir halfen selbst mit an unserem eigenen Untergang. Wie wäre es denn sonst möglich gewesen, daß wir noch im Oktober 1944 ganz ahnungslos in den Tod hineingingen. Überall wußte man schon von dem Vernichtungs- lager Auschwitz-Birkenau, nur wir in unserem warmen Sumpf Theresienstadt wußten von nichts. Unsere besten Jungen singen sogar ganz frohgemut;Aha, sie brauchen uns für die Arbeit war die Rede und sie spürten bereits Morgenluft. Ja, Morgenluft, aber nicht für sie, denn die wenigsten überlebten Auschwitz. Dann gingen ihnen noch ihre Frauen nach, freiwillig und fanden dasselbe Schicksal. So gut dressiert waren wir und so wenig Arbeit machten wir unseren Peinigern.

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Als wir in die Viehwaggons hineingestoßen wurden, die Türen sich hinter uns schlossen, um sich erst wieder in Auschwitz zu öffnen, griff wohl kalte Angst nach uns und entpreßte meinem Manne die Worte: So, jetzt sind wir in der Falle, Aber schon begannen wir, uns auch dieser Situation anzupassen, schichteten fein sorgfältig die Gepäck- stücke und richteten uns häuslich ein. Ganz mechanisch, gewohnheits- mäßig taten wir das; auch in einem Waggon mit 58 Menschen und Gepäckstücken vollgepreßt, mit einem Kübel zur Verrichtung der Notdurft und einem Krug Trinkwasser, fanden wir irgendwo Raum für

unsere Körper. Wo viele Kranke und Kinder waren, gab es natürlich

panikartige Stimmungen. In unserem Zuge waren viele Kranke und allein 300 eiternlose Kinder. Ein kleines Mädchen, mit einer Puppe auf dem Rücken so groß wie sie selbst sah ich einsteigen, ein süßes winziges Ding.

Wir fuhren 32 Stunden, einen Nachmittag, eine Nacht und einen Tag. Im Waggon waren zwei kleine Gucklöcher und da stand immer einer, um zu berichten, wo ungefähr wir uns befänden. Wenn zufällig draußen

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