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(Häftling) gesprochen hat, der die Sektion des Herzens vor- genommen hatte. Das inoffizielle Ergebnis dieser Sektion war: Getötet durch zuviel Strophantin.—
Die Häftlinge Poller und Peix haben am ı9. Juli nach unse- rem Anruf aus Weimar auf Befehl der Lagerleitung Paul in einer Autogarage aufgebahrt. Ich durfte Pauls Antlitz noch einmal kurz schen. Er war nicht geschminkt, wie es in etlichen Büchern steht, jedoch leicht gepudert. Um seinen Kopf lagen rote und weiße Blumen, die die Schnittwunden der Obduk- tion verdecken sollten; der Körper, auch seine Hände waren zugedeckt. Auf Pauls Gesicht lag der Friede und die Hoheit der Erlösten. Ich durfte Paul in diesem kurzen Augenblick mit den Augen des Glaubens sehen:„Rein und frei und ganz vollkommen nach dem besten Bild gebild’t“...„Wie selig die Ruhe bei Jesus im Licht, Tod, Sünden und Schmerzen, die kennt man da nicht.“
Mein Begleiter, Pfarrer P. sprach:„Weil du vom Tod er- standen bist, werd’ ich im Grab nicht bleiben; mein höchster Trost dein Auffahrt ist, Todsfurcht kann sie vertreiben. Denn du bist mein und ich bin dein, und wo du bist, da werd’ ich sein, drum fahr ich hin mit Freuden“, und betete das Vaterunser.— Bei diesem kurzen Wiedersehen waren der Lagerführer, der Lagerarzt Dr. Ding und ein Stapoinspek- tor zugegen, die mich vorher mit ausgesuchter Höflichkeit begrüßten und mir allerlei über die Krankheit und über den sie überraschenden Herzkollaps erzählten. Dr. Ding behaup- tete, daß er sich alle Mühe gegeben hätte, aber auch mit der letzten Spritze sei meinem Mann nicht mehr zu helfen ge- wesen. Ich wisse ja wohl, daß er herzkrank gewesen sei, was ich verneinte. Dr. Ding habe die Obduktion der Leiche an- geordnet, um sich dadurch über die Todesursache selbst klar zu werden. Es sei einwandfrei ein Herzschlag gewesen,und an seinem Gesicht würde ich ja erkennen, daß er einen leichten Tod gehabt hätte.- Paul wurde dann von den genannten Häftlingen in unsern mitgebrachten Sarg gelegt und der Sarg
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