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dem Schreiben etwas aus der Übung komme. Gott Lob habe
ich nun die erste Woche hinter mir und kann Dir vermelden, daß ich noch gesund und munter bin. Ich hoffe Dich nun im Besitze meines Briefes, der Dir meine Ankunft und meinen ersten Einstand hier meldete. Von Dir hoffe ich auch in diesen Tagen erste Lebenszeichen zu bekommen. Du kannst Dir denken, daß ich mich bei aller großen Kameradschaft hier doch oft recht einsam fühle. Aber der treue Gott ist ja auch hier bei mir und kann mir auch diese„Ferne“ zur„Heimat“ machen und mir auch in dieser„Welt“ adventlich begegnen. Ich bin gewiß, daß Ihr auch in diesem Sinne für mich betet. Wie werden sich jetzt die Kinderlein mehr und mehr auf Weihnachten freuen und die Adventslieder mit Euch Großen singen! Gelt, sie haben jetzt noch einen besonderen Klang und eine besondere Verheißung für uns„Arme und Elende in dieser bösen Zeit, die ihr an allen Orten müßt haben Angst und Leid.“ Daran wird es Euch ja auch nicht fehlen, viel- leicht nicht nur im Vermissen des Vaters. Ob auch dunkle Wolken der Trübsal uns dies vor uns liegende liebe Fest ver- düstern, das ewige Licht, das ins Kripplein zu Bethlehem einging, wird um so reiner und sieghafter sich den Weg in unsere Herzen bahnen, daß wir, wenn auch getrennt, doch getröstet und gläubig feiern und uns der Liebe Gottes freuen können. An kleinen Freundlichkeiten und Hilfen fehlt es mir auch hier nicht, die mir das Leben erleichtern....
B., 9. 1. 1938.
Es ist mir leid, daß Du umständehalber meinen Weihnachts- brief nicht bekommen hast und auch zu Deinem Geburtstag ohne besonderen Brief von mir geblieben bist. Nun will ich Dir nur kurz von meinem Ergeben mitteilen, daß ich noch gesund und munter bin. Nachgerade habe ich mich gut ein- gelebt.— Deine 3 Briefe habe ich erhalten, den ersten am Schluß der zweiten Woche bier, den Weihnachtsbrief zum Hi. Abend, den Deine liebe Hand mir schrieb und der mir
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