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bringen aus dem unruhvollen Erdentag in den ewigen Frieden und die ewige Freude bei Gott.... Spazieren waren wir auch wieder. Dabei sieht man an den Fenstern allerlei Gesichter, und wenn es jemand mal vor Sehnsucht nach mir nicht mehr aushalten könnte, brauchte er nur einen Fensterplatz in der Kreissparkasse in einer der Privatwohnungen zu belegen. Von da kann man den ganzen Hof einsehen. Na, ich weiß, Du bist zum Glück nicht so veranlagt, sonst schriebe ich es Dir nicht. Aber vielleicht dieW omrather Frauen, die so heldenhaft zum„Vater Philipp“ in Kirchberg vordrangen! Hier würden sie dann doch jedenfalls den ganzen Kerl sehen können!...
Koblenz, 24. Oktober 1937(inoffiziell). Die Beamten, die Koch-, die Putzfrau wollen mir gut. Auch von den Polizisten im Präsidium ist mir noch keiner dumm gekommen. Als ich in dieser Woche einmal in eine doppelt so große und wegen der nicht vorhandenen Scheuklappen viel bellere Zelle übergesiedelt war auf Vorschlag des einen Beamten, mußte ich mitten in der N acht wieder zurückquar- tieren, weil diese Zelle mit drei Betten für nächtlichen weib- lichen Zugang gebraucht wurde. Da waren die Polizisten sehr höflich und hilfreich. Am Dienstag wurde ich herunter- geholt zu einer Vernehmung vor einem Amtsgerichtsrat zu den Aussagen von... und Frau... über meine seelsorger- lichen Besuche im Herbst vorigen Jahres. Da bin ich zum ersten Male in den Zusammenhang der von beiden gemach- ten Aussagen eingeführt worden und bin doch erschrocken darüber, wie eigentlich von uns allen geforderte Seelsorge und Aufklärung heute zum Gegenstand politischer Denun- ziation gemacht werden kann. Nun, ich habe mich verantwor- tet und werde mich mit Gottes Hilfe auch weiter zu verant- worten wissen, wenn die Sache vor das Sondergericht kommt. Ob mein Fall dazu reif sei, das zu entscheiden sollte offenbar diese nochmalige Voruntersuchung dienen. Fast möchte ich es wünschen, daß ich mich vor Gericht verantworten darf, ob
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