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meiden zu können, weil sie es vermeiden wollen- obwohl\
es doch jedem Sehenden seit langem unvermeidlich vor Augen steht— so können sie das vielleicht haben, aber die Glück
lichen und Gesegneten sind sie dabei nicht. Und zu denen,|
die getrost dem Feind entgegen gehen, können sie auch nicht gehören, höchstens zu denen, die Schrittchen für Schrittchen zurückweichen; und wir sind doch wahrlich genug zurück- gewichen. Deshalb, lieber Schatz, nicht bitter werden, nicht gegen die Brüder und nicht gegen die Feinde der Kirche, Unser ‚Leiden‘ ist ja ein Vorzug und alsobald ist es ja kein Leiden mehr, sondern: ‚Freuet euch, wenn ihr mit Christo leidet“ Nur darum wollen wir ringen, daß unser Leiden ein Gott wohlgefälliges Opfer sei, in Christi Liebe und Geist gebracht, damit wir und die Gemeinden und die Kirche auch Segen davon haben.- Heute morgen war mir das Evangelium von der selbstwach- senden Saat ein großer Trost und ich muß es schon glauben, daß die Sache des Evangeliums in unseren Gemeinden auch ohne mein Rennen und Laufen keinen Schaden nehmen wird, Dennoch sollten wir auch nichts versäumen, was getan wer- den kann und muß: ich meine den Anfban und Ausbau der bekennenden Gemeinden. Grüße die treuen Freunde in den Gemeinden herzlich und sage ihnen, daß ich mich sehne und freue, wieder zu ihnen zu kommen. Jetzt gilt es in den Sturm hinein und hindurch: ‚Unverzagt und ohne Grauen‘ Philip- ber 1,28-30. Sage auch den Freunden, daß es mir gut gehe und sie sich jetzt und in Zukunft nicht um mich sorgen, SON- dern nur darum, daß das Wort Gottes und das Zeugnis des Evangeliums uns und unseren Kindern erhalten bleibe. Lest den Philipperbrief, singt und betet.- Gott hat uns das Herz des Kerkermeisters zugewandt und tut uns durch ibn Gutes. Heute bekam ich zum erstenmal einen halben Liter gute V or- zugsmilch und soll sie nun täglich bekommen. Daß mir der gute Kirner Onkel(ein Mitgefangener) mein Bein täglich massiert— ich tue es auch noch selbst des Morgens und
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