Sünden ist, Spruch
Teilung
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nicht lange erfreuen dürfen. Schon am ı1. Juni 1934 kam es zu einem Zusammenstoß. Er berichtet selbst darüber:„Ver- tretungsweise hatte ich im Nachbarort Gemünden, einem kleinen Landstädtchen, eine Beerdigung übernommen. Am Grabe kam es zu einem Zwischenfall. Es war nämlich ein riesiger Parteiapparat aufgeboten worden mit Musik und Fahnen, SA-Spalier, HJ, BdM, Arbeitsdienst, weil es sich um einen Hitlerjungen und Arbeitsdienstwilligen handelte. Nach der liturgischen Einsegnung folgten dann viele Kranz- niederlegungen mit z. T. langen Ansprachen, in denen auch religiöse Anklänge kamen. Nachdem der stellvertretende Leiter des Arbeitslagers schon das Schicksal an Stelle des le- bendigen Gottes eingeführt hatte, sprach unter den letzten noch der Kreisleiter und versetzte den Verstorbenen frisch- fröhlich in’ den himmlischen Sturm Horst Wessels. Ich hatte den Segen noch nicht gesprochen und es war mir klar, daß ich nicht einfach in denHorst-W essel-Sturm einsegnen könne, so schickte ich, um in mildester Form kirchliche Lehrzucht zu üben, voraus: ‚Ich weiß nicht, ob es in der Ewigkeit einen Sturm Horst Wessels gibt, aber Gott, der Herr, segne deinen Ausgang aus der Zeit und deinen Eingang in die Ewigkeit. Laßt uns nun in Frieden geben zu dem Hause des Herrn und Totengedächtnis halten vor Gott und seinem Heiligen W ort Das ging dem Herrn Kreisleiter gegen die Ehre und er trat noch einmal vor und stellte es nun als gewisseste Behaup- tung auf: ‚Kamerad..., du bist tatsächlich in den Sturm Horst Wessels heimgegangen.‘ Darauf ich: ‚Ich protestiere. Dies ist eine kirchliche Feier und ich bin als Pfarrer für die reine Lehre der Hl. Schrift verantwortlich“ Die Parteiver- bünde wurden darauf an dem Gedächtnisgottesdienst vorbei- marschiert.“ h
Paul ging nachher in die Wirtschaft zu der SA und suchte den Kreisleiter, um mit ihm persönlich die Sache zu bereden. Er war aber schon abgefahren. Darauf schrieb Paul den fol-
genden Brief am 13. Juni 1934:


