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Das Tagebuch des Dawid Rubinowicz / [übers. von Stanislaw Zyliński]
Entstehung
Seite
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ich meine Schwester, die irgendwo hinlief; als ich sie fragte, wohin sie lief, sagte sie, sie ginge Geld borgen, weil wieder eine Aufforderung kam, 154 Zloty zu bezahlen für irgendeine rückständige Steuer. Als ich nach Hause kam, stritt der Schulze mit meinem Vater, weil er ein Protokoll schreiben wollte, daß wir Juden aus dem Wohnviertel ver- stecken, und das ist doch gar nicht wahr. Dann hörten sie auf zu streiten und waren wieder guter Laune.

6. Dezember: Spätabends kam der Junge vom Schu- ster angerannt, daß zu ihnen die Polizei, der Schul- ze und das Kontingentkomitee gekommen sind, sie sollen ihnen 150 Zloty geben, und wenn nicht, dann werden sie den Vater verhaften, und Papa solle die 100 Zioty zurückgeben, die er bei ihnen geborgt hat. Der Vater ging gleich mit ihm und bat die Poli- zei, daß der Besitzer dieses Geldes bis Dienstag war- ten möchte, und er war damit einverstanden, der Vater wird ihm das Geld bringen.

12. Dezember: Gestern nachmittag ging ich nach Bodzentyn, weil ich mir den Zahn plombieren lasse, und ich wollte dort übernachten. Heute frühmor- gens kam Gendarmerie. Als sie die Chaussee lang- fuhren, trafen sie einen Juden, der aus der Stadt

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