36
rausging, und sie haben ihn gleich erschossen, ohne jeden Grund, dann sind sie weitergefahren und haben noch eine Jüdin erschossen, auch wieder ohne jeden Grund. So sind 2 Opfer gefallen, ganz ohne jeden Grund. Auf dem Weg nach Hause hatte ich große Angst ausgestanden, daß ich sie vielleicht auch zufällig treffen würde, aber ich habe keinen getroffen.
13. Dezember: Heute ist die Gendarmerie wieder nach Bodzentyn gefahren. Der Bauer, der mit ihnen fuhr, der war aus Krajno. Als er zurück- kam, erzählte er, daß heute wieder ein Opfer durch ihre Hand gefallen war. Diese Nachricht hat uns sehr aufgeregt, weil bisher so was noch nicht passiert ist.
21. Dezember: Heute bin ich nach Bodzentyn ge- laufen, um mir die Plomben fertig machen zu las- sen, und der Zahnarzt hat sie auch heute fertig gemacht. Als ich nach Hause kam, war der Vater nicht da, weil er nach Kielce gefahren war, das Kontingentmehl für die Juden der ganzen Gemein- de zu holen. Spät in der Nacht kam der Vater, aber ohne Mehl, weil das Pferd nicht weiterkonnte, und er hat es bei einem Bauern gelassen, 3km von uns entfernt, und morgen wird er es holen.


