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Widerstand in Auschwitz / Bruno Baum
Entstehung
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diese tapferen Mädchen bis ins Grab hinein schweigen würden.

Am nächsten Tag erhängte man sie im Frauenlager während des Appells. Sie starben ruhig und gelassen, und eine von ihnen rief:Wir werden gerächt werden!- Unsere tapferen Mädel lebten nun nicht mehr. Den Ver- brecher Koch ereilte sein Schicksal später in Mauthausen.

Wer waren diese Mädel? Es waren junge Jüdinnen im Alter von 18 bis 22 Jahren. Sie kamen aus Polen und hatten eigentlich ihr ganzes bewußtes Leben in Unfreiheit verbracht, denn 1939 kamen sie ins Ghetto und 1942 oder 1943 nach Auschwitz. Schon bei der Ankunft auf der Todesrampe von Birkenau nahm man ihnen die Eltern und Geschwister und schickte diese ins Gas. Sie waren die einzigen Überlebenden ihrer Familien und schlossen sich bald der jüdischen Gruppe von 300 Häftlingen an, die mit unserer Widerstandsorganisation verbunden war. Es war der 6. Januar 1945, als man ihrem jungen Leben durch die Hinrichtung ein Ende gemacht hatte. Kein ehemaliger Auschwitzer Häftling wird diese tapfe- ren jüdischen Mädel vergessen.

Die Arbeit geht weiter

Dieser Opfertod erschütterte uns schwer. Trotzdem setzten wir unsere Arbeit fort. Wir durften ja nicht müde werden. Die Flucht einzelner wurde weiter mit Erfolg organisiert. Ebenso funktionierte noch das ganze System des geschilderten Widerstandes. Bei der Mehrzahl der Häftlinge wuchs der Widerstandswille.

Bezeichnend für die sich entwickelnde Kampfstimmung unter dem Einfluß der Widerstandsorganisation war folgendes:

Ein belgischer Jude, der sich in Belgien als Spitzel der Gestapo betätigt hatte, kam eines Tages selbst in Ausch-

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