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Widerstand in Auschwitz / Bruno Baum
Entstehung
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In Birkenau wurden täglich Häftlinge aus dem Lager vergast, nachdem die Sonderaktion Hoess(Vernichtung der ungarischen Juden) abgeschlossen war. Im Frauen- lager C Birkenau gingen die Vergasungen in die Zehn- tausende. Das ganze Zigeunerlager wurde bis auf wenige Hundert Überlebende vernichtet. Auch die im Gemein- schaftslager untergebrachten privilegierten Juden aus Theresienstadt fünftausend Männer, Frauen und Kin- der- wurden bis auf zwei kleine Jungen in den Gas- kammern umgebracht. Über Auschwitz lag wochenlang Tag und Nacht der Geruch von verbrannten Leichen. Die SS-Banditen brachten die aus den Krankenbauten zum Vergasen bestimmten Häftlinge zum Teil nicht mehr in die Gaskammern, sondern fuhren sie mit Kartoffelautos an brennende Gruben heran, kurbelten die Wagen hoch und ließen die Häftlinge lebend in die Flammen fallen.

All diese Schreckenstaten wurden im Lager bekannt, und es war klar, daß wir uns zu einer großen Aktion ent- scheiden mußten, wenn wir diese Dinge überhaupt noch überleben wollten.

Wir beschlossen den Aufstand

In der klaren Erkenntnis, daß es nunmehr keinen anderen Weg gab, beschlossen wir, den bewaffneten Auf- stand vorzubereiten. Mit unseren Freunden in Birkenau, Budi usw. legten wir einen einheitlichen Plan fest und verstärkten die Waffensammlung. Von Kameraden außerhalb des Lagers wurde uns Sprengstoff zur Ver- fügung gestellt.

Wir sandten unsere Pläne, die im wesentlichen den Charakter eines Massenausbruchs erkennen ließen, nach Krakau und koordinierten unsere Absichten mit denen der Krakauer Kameraden. Nachdem diese ihr Ein- verständnis mit unseren Plänen ausgedrückt hatten, ver- sprachen sie, uns zu unterstützen.

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