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Widerstand in Auschwitz / Bruno Baum
Entstehung
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Ziel erreichten. Das gleiche ist von den Versuchen dieser Art mit bestochenen SS-Leuten zu sagen.

Einen guten zweigleisigen Verbindungs-Hin-und-Rück- weg hatten wir über einige Zwischenstationen nach Krakau zur dortigen Widerstandsbewegung. Cyrankie- wicz, der vor seiner Verhaftung Leiter der Sozialisten in Krakau war, hielt hier die Verbindung und führte vom Lager aus die Widerstandsgruppen in Krakau und Um- gebung weiter. Oft geschah es, daß unsere Verbindung auf diesem Weg durch Verhaftungen und Erschießungen unterbrochen wurde, aber immer wieder gelang es, sie herzustellen, häufig geschah dies durch polnische Kameraden, die zu diesem Zweck aus dem Lager ge- flüchtet waren.

Wir informieren die Welt

Wir hielten es für unsere Aufgabe, über alle Grausam- keiten und über die furchtbaren Experimente an Menschen der Außenwelt zu berichten, vor allem aber Mitteilung zu machen über die Massenvernichtung von Menschen durch Vergasen. Wir wußten, daß Auschwitz die größte Menschenvernichtungsstätte der Welt war, die es je gegeben hat. Wir wußten auch, daß uns nur ge- holfen werden konnte, wenn die Welt erfuhr, was sich in Auschwitz abspielte; denn die SS-Verbrecher und ihre Hintermänner fürchteten nichts so sehr wie die Welt- öffentlichkeit.

Nachdem uns bekannt geworden war, daß einige polnische Kameraden im Lagerbereich und in Krakau Kurzwellengeräte installiert hatten, nahmen wir nach dort Verbindung auf und versuchten, Nachrichten über die Zustände und den Massenmord im Lager an die Öffentlichkeit zu bringen. Vor allem wurde an einen den Polen in London gehörenden Empfangsapparat gesendet.

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