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Widerstand in Auschwitz / Bruno Baum
Entstehung
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Bei unserer Widerstandsarbeit haben wir uns auch einiger SS-Leute bedient, die allerdings aus sehr unter- schiedlichen Gründen halfen. Einer von ihnen war so korrupt, daß er gegen entsprechende Belohnung für uns Briefe nach auswärts transportierte. Andererseits gab es auch einen alten bei der SS dienstverpflichteten

Chauffeur, der Wäsche in die verschiedenen Stellen des.

gesamten Lagergebietes fuhr. Dieser Mann kam bei solchen Gelegenheiten in die Wäscherei und tat so, als sollte ich irgendwelche kleinen Reparaturen am Wagen ausführen. Das gab mir Gelegenheit, ihm die Aufträge, die teils in Sicherungsstöpseln und teils in Zahnpasta- tuben verborgen waren, in seinem Wagen versteckt weiterzuleiten. Auf diesem Kurierweg gab es nie Schwierigkeiten. Dieser Alte war von unserem Kamera- den Ernst Burger gewonnen worden, der dabei eine glückliche Hand gezeigt hatte.

Der Weg nach draußen

Nach draußen gab es mehrere Verbindungswege. Meist waren sie jedoch nureinseitig, und zwar derart, daß lediglich Mitteilungen aus dem Lager hinaus-, aber nicht ins Lager hineingegeben werden konnten. So haben z. B. Häftlinge, die später mit der Verpflichtung entlassen wurden, im Lagerbereich zu arbeiten, Briefe hinaus- transportiert. Das war nicht immer einfach, denn sie mußten die Briefe, die häufig in verschiedene Orte Deutschlands gehen sollten, in Kattowitz in den Brief- kasten stecken. Ohne Urlaubsbewilligung nach Kattowitz zu kommen, war für diese sogenannten Halbfreien jedoch gefährlich und mit sehr großen Schwierigkeiten verbun- den. Auch in den Produktionsstätten, in denen Häftlinge mit freien Arbeitern zusammenarbeiteten, wurden alle Möglichkeiten ausgenutzt, Post zu verschicken. Wir hatten aber keine Kontrolle darüber, ob diese Briefe ihr

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