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Widerstand in Auschwitz / Bruno Baum
Entstehung
Seite
85
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rad die Führung, so z. B. für alle innerhalb der kleinen Postenkette gelegenen der tschechische Kommunist Hans Lederer, für das gesamte Blockpersonal im Lager Arnim Glanz, ein tschechischer Kommunist, für Union und die DHW gleichfalls Arbert Haas, für die SS-Wäscherei und die Lederfabrik Sally Grünvogel, ein deutscher Kom- munist. Ebenso verfuhren wir mit Gruppen anderer Betriebe oder Widerstandspositionen im Lagergebiet.

Durch Wechsel der Arbeitskommandos und besonders durch Massentransporte ins Reich, die seit Mitte 1944 stattfanden, wurde die Arbeit äußerst erschwert. Und zwar dadurch, daß häufig Kameraden, die sich gerade kennengelernt und zueinander Vertrauen gefaßt hatten, wieder getrennt wurden.

Verbindungswege des Widerstandes

Eine Zeitlang bestand eine Verbindung nach Birkenau über Kameraden, die mit Frauen aus Birkenau zusam- menarbeiteten. Mitunter gelang es auch, uns in ein Kommando einzuschmuggeln, das unmittelbar in Birkenau Arbeiten auszuführen hatte, so daß wir auf diese Weise selbst mit unseren dortigen Kameraden sprechen konnten. Ernst Burger, der das letzte Vierteljahr vor seiner Flucht zu einem Wagenkommando gehörte, das Holz an verschiedene Stellen im Lagergebiet lieferte, konnte dadurch ebenfalls teils mündlich- teils schriftlich Mitteilungen überbringen. Unsere schriftliche Post wurde in eine 60 bis 100 Amp. starke, innen ausgenommene Sicherungspatrone eingelegt.

Zum Lager Budi hatten wir durch die Bedienung des Essenwagens Verbindung, der jeden Tag durch das Stammlager fuhr. Abwechselnd erschienen mit ihm Heinz Brandt, Karl Beran oder der tschechische Arzt Löbner, und wir besprachen dann alles, was zu besprechen not- wendig war.