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Widerstand in Auschwitz / Bruno Baum
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verbrannten Leichen zu spüren. Hier mußten wir nun erkennen, daß das, was viele von uns bisher nicht hatten glauben wollen, Wahrheit war. Jawohl, hier befanden sich große Fabriken des Todes; es stimmte, daß Menschen zu Hunderttausenden und später zu Millionen den Gas- tod erleiden mußten.

Der SS-Leiter des Kommandos ließ uns zum Feier- abend mit Blick auf die Krematorien antreten und fragte, ob sich einer krank fühle. Viele fühlten sich elend und zerschunden, aber angesichts der Krematorien meldete sich niemand krank. In der darauffolgenden Nacht ver- starb jedoch ein Häftling an Erschöpfung.

Die kräftigsten Häftlinge wurden dann später auf die verschiedenen Kommandos im Lager aufgeteilt, während die Schwächeren in die Gaskammern kamen. Ich selbst kam zunächst zu Regulierungsarbeiten an der Sola') zum sogenannten Arbeitskommando Sola-Durchstich und dann als Elektriker in die neue Wäscherei.

Politische Abteilung und Block 11

In Auschwitz gab es eine sogenannte politische Ab- teilung. Hinter diesem Namen verbarg sich die Lager- Gestapo. Sie unterhielt unter den Gefangenen einen ganzen Stab von Spitzeln. Die politische Abteilung war auch das Instrument, das Zusammenschlüsse zu Wider- standsbewegungen im Lager verhindern sollte.

Jedem Häftling von Auschwitz sind die Namen Grabner und Lachmann von der politischen Abteilung Begriffe. Jeder wußte, wenn sich einer dieser Banditen im Lager schen ließ, daß dann wiederum Dutzende und oftmals Hunderte der Häftlinge vom Tode bedroht

waren.

1) Ein Flüßchen bei Auschwitz.

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