Jann- holt, nicht t die unser
a Wit
durch
n wit
ebens-
onheit
ngs- viele
gelegenen großen Bahnrampe. Beim Ausmarschieren er- lebten wir zum ersten Male etwas, was uns später nicht mehr sehr auffiel. Auf der einen Seite in der Nähe des Tores stand der SS-Stab des Lagers, und auf der anderen Seite schauten aus den Fenstern des für privilegierte kriminelle Banditen vorgesehenen Bordells die Insassin- nen heraus. Auf derselben Seite standen Häftlinge an die Wand angelehnt, die bei der Flucht gefaßt worden waren. Ein toter Häftling lag nackt auf einem Leinentuch; ihm hingen die Gedärme heraus. Die beiden anderen waren blutig geschlagen und gefesselt. Sie standen dort als abschreckendes Beispiel, um den anderen Häftlingen die Folgen eines etwaigen Fluchtversuches zu veranschau- lichen.
So zogen wir am ersten Tag aus der Quarantäne zur Arbeit, während die Kapelle„Hänschen klein“ spielte, das Kommando„Mützen ab!“ erscholl und SS-Leute prügelnd durch unsere Reihen liefen. Keiner von uns hatte ganze Schuhe oder Strümpfe; jedem taten die Füße weh. Doch mußte ein jeder von uns unterwegs einen großen Stein aufnehmen und diesen bis zum Schienen- strang tragen. Dann erst begann die eigentliche Arbeit. Sie bestand darin, die Steine eines zerstörten Hauses von der einen Seite des Bahndammes auf die andere Seite zu bringen. Zuerst schien das verhältnismäßig gut zu gehen. Dann aber wurden einige kriminelle Banditen auf je 5 m Entfernung verteilt, und der SS-Mann befahl: „Antreiber, los!“ Mit Stöcken hieben sie auf uns ein, und von nun an mußte das Steinetragen im Laufschritt erfolgen. Da es sich bei uns um Menschen verschiedener Altersgruppen und unterschiedlicher körperlicher Kon- stitution handelte, gab es schreckliche Szenen. So verlief unser erster Arbeitstag im Lager.
Von unserem Arbeitsplatz hatten wir die Schlote der Krematorien sehen können, ebenso war der Geruch von
29


