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Widerstand in Auschwitz / Bruno Baum
Entstehung
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Der politischen Abteilung unterstand der berüchtigte Block 11. Das war der sogenannte Bunker, in dem all diejenigen, die gegen die Lagerordnung verstoßen hatten, ihre Strafe verbüßten. Unter den Willkürverhältnissen der SS-Herrschaft in Auschwitz sah dasVerbüßen allerdings völlig anders aus. Eine der üblichen Strafen im Konzentrationslager Auschwitz war, 25, 50 oder noch mehr Stockschläge auszuteilen. Zu diesem Zweck wurde der im Block 11 befindliche Bock auf den Appellplatz des Lagers geholt, der verurteilte Häftling auf ihn ge- spannt und verprügelt. Auf dem Hof zwischen Block 10 und Block 11 ist heute noch die schwarze Wand zu sehen, die als Kugelfang bei Häftlingserschießungen diente. Auch der Galgen von Auschwitz befindet sich noch dort. Grausam waren die Strafen, wenn Häftlinge in diesen Block eingeliefert wurden. Mitunter wurden sie gefesselt, gefesselt aufgehängt, oder sie wurden zu Stehbunker ver- urteilt.

Eine ganze Zeitlang wurden im Block 11 einige Hun- dert Häftlinge der polnischen Lagerbelegschaft dort ein- gesperrt, ohne daß ein Grund dazu vorlag- es sei denn der, daß sie, als sie sich noch in Freiheit befanden, ent- weder in der polnischen Arbeiterbewegung gearbeitet oder sonst im öffentlichen Leben Ansehen genossen hatten. Unter diesen Häftlingen waren sowohl Arbeiter als auch Ärzte, Wissenschaftler, Geistliche und andere. Die Machthaber der politischen Abteilung ordneten wöchentlich die Erschießung einer großen Anzahl dieser Menschen an. Die Lagerinsassen des Stammlagers

Auschwitz wußten, was sich wieder abgespielt hatte, wenn Lastwagen rückwärts in den Hof zwischen Block 10 und 11 einfuhren, denn sie kamen mit Leichen beladen heraus, und der Platz vor diesem Block war dann von dem Blut der Ermordeten rot gefärbt.

In den Block 11 kamen aber auch diejenigen, die als

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